Letztendlich souverän siegt der PSV Franken Neustadt beim ThSV Bad Langensalza mit 5615:5499. Kapitän Jürgen (971) und Tobias Bieberbach (964) drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Der PSV war in allen Teilbereichen das bessere Team, lediglich die Tagesbestleistung sicherte sich der Heimakteur Holger Kröber mit 980 Holz.
Der PSV nahm sich vom Start weg viel vor und wollte die Hausherren unter Druck setzen, aber dieses Vorhaben klappte so rein gar nicht. "Nach 30 Wurf dachte ich, heute läuft ein falscher Film". Kapitän Jürgen Bieberbach konnte dem verkorksten Auftakt kaum in Worte fassen und die Franken konnten sich nicht beschweren, dass der Rückstand nur 42 Hölzer betrug. Fortan konnte aber Jürgen Bieberbach den Schalter umlegen und brachte mit drei bärenstarke Serien gegen Rinaldo Schaller (924) seinen Farben auf Kurs.
Auch Moosburger steigerte sich, musste sich aber mit 931 gegen Udo Wasewitz (949) geschlagen geben. Im dritten Startduell konnte Bastian Bieberbach auf untauglichem Niveau mit 871 gegen Holger Richter (855) die Oberhand behalten.
Der Neustadter enttäuschte im Abräumen gänzlich und versäumte es seine Farben in eine bessere Ausgangsposition zu bringen. Im Schlusstrio war der Respekt vor den Hausherren groß, aber schnell bauten die Neustadter die Führung auf über 100 Kegel aus. Den schwersten Stand hatte Michael Lohrer, der mit 954 gegen Holger Kröber (980) den Kürzeren zog.
Den "Löwenanteil" am souveränen Sieg trug diesmal Tobias Bieberbach. Der 25-Jährige startete fantastisch und mit 964 ließ er der Kombination David Rimbach und Marcus Elstner (923) keine Chance.
Trotz einer mäßigen zweiten Serie kam auch Jochen Geiger auf brauchbare 924 und dies reichte um Uwe Freitag (868) klar zu distanzieren.


Stimmen zum Spiel:

Rinaldo Schaller (Spielführer ThSV Bad Langensalza): Schlussendlich ist der Sieg für die Gäste verdient. Wir haben dennoch ein halbwegs ordentliches Spiel angeliefert, vor allem der Einsatz von Marcus Elstner kurz nach seinem Kreuzbandriss freut mich und stimmt uns positiv für die letzten Spiele.
Jürgen Bieberbach (Spielführer PSV Franken Neustadt): Wenn man sich viel vornimmt und dann 30 Wurf so schwach agiert, ist es wie im falschen Film. Danach haben wir uns gesteigert und in die Partie gekämpft. Schlussendlich war der Sieg verdient, denn fünf Ergebnisse zwischen 924 und 971 sind mehr als akzeptabel. Damit ist das erste von sieben Endspielen gewonnen und wir müssen weiter hart arbeiten, um vorne mitzumischen. nh