Der Winter hinterließ im Januar seine Spuren am Arbeitsmarkt in Coburg: Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich um 75 (+ 6,6 Prozent) Personen auf 1211. Das ist im Agenturbezirk der schwächste Anstieg. Die Arbeitslosigkeit liegt nun wieder auf dem Vorjahresniveau (+ 2 Personen), nachdem sie die letzten beiden Monate sichtbar darüber war. Es verloren vier Menschen weniger ihre Beschäftigung als im letzten Jahr. Zeitgleich fanden 27 Personen mehr eine neue Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent.

Im Januar meldeten die Arbeitgeber aus dem Coburger Stadtgebiet dem Arbeitgeberservice 213 sozialversicherungspflichtige Stellen. Das sind 35,7 Prozent (+56) mehr als vor einem Jahr. Im Bestand führen die Vermittler aktuell 932 Beschäftigungsperspektiven, 72 (+8,4 Prozent) mehr als in 2018.

Landkreis Coburg

Im Landkreis Coburg erhöhte sich die Arbeitslosigkeit zum Jahresauftakt merklich stärker als in der Stadt. Wegen des Wintereinbruchs stieg die Arbeitslosigkeit um 218 (+15,0 Prozent) Personen auf 1667. Es verloren jedoch 27 Personen (- 6,9 Prozent) weniger ihre Beschäftigung als im Jahr 2018. Die Zahl der Arbeitslosen reduzierte sich binnen Jahresfrist um 84 Menschen bzw. 4,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg im vergangenen Monat um 0,4 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent).

Der Arbeitgeberservice bekam im Januar 169 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote aus dem Landkreis gemeldet, genauso viele wie im letzten Jahr. Im Stellenpool sind aktuell 1048 Arbeitsplatzofferten, 5,4 Prozent weniger als vor zwölf Monaten.

Städte und Kreise im Vergleich

Der gesamte Arbeitsagenturbezirk Bamberg-Coburg umfasst Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels. Die einzelnen lokalen Arbeitsmärkte reagierten je nach Wirtschaftsstruktur unterschiedlich auf den Winter: Der Landkreis Kronach verbuchte traditionell mit Abstand den witterungsbedingt stärksten Anstieg (+ 35,5 Prozent), gefolgt vom Bamberger Land (+ 27,2 Prozent), dem Landkreis Forchheim (+ 24,7 Prozent), dem Landkreis Lichtenfels (+ 15,9 Prozent) sowie dem Landkreis Coburg mit plus 15,0 Prozent. In den Städten Coburg (+ 6,6 Prozent) und Bamberg (+ 12,0 Prozent) fiel der Saisonausschlag erwartungsgemäß vergleichsweise niedrig aus.

Die Arbeitslosigkeit verringerte sich in den letzten zwölf Monaten am kräftigsten in der Stadt Bamberg mit einem Minus von 7,2 Prozent, gefolgt vom Landkreis Forchheim (- 4,9 Prozent), dem Landkreis Coburg (- 4,8 Prozent) und dem Landkreis Lichtenfels (- 1,7 Prozent). In der Stadt Coburg liegt sie auf dem Vorjahresniveau. Kronach (+ 4,5 Prozent) und das Bamberger Land (+ 3,3 Prozent) verzeichnen einen leichten Anstieg. Dennoch reagierte der Arbeitsmarkt atypisch mit einem leicht geringeren Anstieg (- 2,8 Prozent bzw. - 56 Personen) der Arbeitslosigkeit als im Vorjahr. Im Vergleich zum Januar 2018 ist die Arbeitslosigkeit um 201 Personen (- 1,8 Prozent) gesunken. red