Die Wege im Bereich des ASB-Wohnparks/Callenberger Forst sollen hergerichtet werden, damit die Senioren mit Rollator oder Rollstuhl sie nutzen können. Damit war der Gemeinderat in der Bürgerversammlung in Weidach beauftragt worden. Bürgermeister Bauersachs erklärte dazu, dass sich nur etwa 1,5 Kilometer auf dem Gemeindegebiet befinden, die restliche Strecke sei auf Coburger Grund.

Der Weg, so Bauersachs weiter, werde auch von großen landwirtschaftlichen Maschinen genutzt, so dass ein Ausbau nicht sinnvoll sei. "Es würde sehr viel Geld kosten, deshalb sind wir in der Verwaltung der Meinung, dass wir hier keinen Bedarf haben." Ulrich Kräußlich (FW/BV) betonte, es gebe andere schöne Wege in der Nähe. Der Antrag auf Wiederherstellung wurde mehrheitlich abgelehnt.

Die Geschwindigkeit im Bereich der Ortsverbindungsstraße Froschgrund nach Altenhof wird nicht begrenzt. Auch hier lag dem Gemeinderat ein entsprechender Antrag vor. Wie Bauersachs erklärte, sei es nach Rücksprache mit den Fachbehörden gar nicht möglich, eine Straße zwischen zwei Ortschaften auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen. Man könne lediglich Tempo-30-Zonen mit einer Rechts-vor-links-Regelung einrichten. Der Antrag wurde schließlich mit elf zu neun Stimmen abgelehnt.

Auch künftig werden die Bürgerversammlungen nicht protokolliert, einen entsprechenden Antrag lehnte der Gemeinderat ab. Wie Bauersachs ausführte, halte er vier Bürgerversammlung im Jahr und habe auch sonst immer ein offenes Ohr für die Bürger. "Es steht jedem frei, sich selbst Notizen zu machen, wir führen keine Protokolle."

Insgesamt ist Bürgermeister Bauersachs mit der Resonanz an den Bürgerversammlungen und deren Ablauf zufrieden. "Es gab keine größeren Probleme. Mit der Abschaffung der Straßenausbeitragssatzung hat sich Zufriedenheit eingestellt", stellte er fest.

Mehr Wohnungen für Senioren

Im Weitramsdorfer Gemeinderat gab es aber auch ausführliche Diskussionen um Formulierungen und Details. Bevor die öffentliche Sitzung überhaupt begann, mussten Zuhörer einmal fast 30 Minuten vor die Tür.

Der Grund war ein Antrag Hans-Jürgen Marscholleks, den ersten Punkt der nichtöffentlichen Sitzung als erstes zu behandeln. Dem stimmten alle zu, nur Bürgermeister Wolfgang Bauersachs schien überrascht vom Ansinnen und stimmte dagegen.

Im Wesentlichen ging es in der Sitzung um einen Bauantrag des ASB-Coburg. Der in Weidach angesiedelte ASB möchte seine Altenpflege weiterentwickeln und dazu müssen neue Häuser gebaut werden.

"Der Bedarf an Geschosswohnungen ist da, denn die Wohnungen, die vorhandenen sind, sind bereits alle weg", so der Bürgermeister. Um das zu realisieren, musste der Gemeinderat zunächst eine landwirtschaftlich genutzte Fläche als allgemeines Wohngebiet ausweisen. Dem Wunsch auf namentlich Abstimmung wurde stattgeben, wobei alle für die Änderung stimmten. Als Verlängerung des "Coburger Wegeäckers 2" wird der neue Bauabschnitt nun als "Coburger Wegeäcker 3" bezeichnet.

Als nächstes folgte die Abstimmung über die Aufstellung eines Bebauungsplans. Von der MKB Weidach GmbH sollen dort drei würfelformige dreigeschossige Gebäude von 30 Metern Länge errichtet werden.

Vor allem die Höhe und Länge der Gebäude schien aber nicht allen zu gefallen. "Eigentlich wollten wir doch eine Bebauung innerorts, jetzt bauen wir doch wieder auf die grüne Wiese", monierte Josef Janson (SPD). Es war strittig, ob nun im Bauausschuss oder im Gemeinderat darüber zu beschließen sei.

Neu formuliert

Der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans "Coburger Wegeäcker II" musste schließlich umformuliert werden, da er einigen Räten zu ungenau war. Bauersachs erklärte: "Die Häuser sollen ähnlich aussehen wie die, die auf dem ehemaligen Saunagelände stehen."

Auch über diesen Beschluss stimmte der Gemeinderat namentlich ab, 13 stimmten der Aufstellung eines Bebauungsplans zu, sieben waren dagegen.