Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen jahreszeitlich bedingt leicht an. Die Arbeitslo-senquote blieb im Agenturbezirk Bamberg-Coburg, zu dem auch Kronach gehört, trotzdem unverändert auf dem Vormonatsniveau von 2,7 Prozent.
Im Raum Kronach vergrößerte sich die Arbeitslosenzahl seit Ende Juni um 34 Personen oder 3,6 Prozent. Aktuell sind 966 Menschen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank ihre Zahl um 114 bzw. 10,6 Prozent. Unter allen Gemeinden des Agenturbezirks Bamberg-Coburg verzeichnet der Raum Kronach den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit seit dem Vorjahr.
Im Juli kommt es regelmäßig zu vermehrten Arbeitslosmeldungen von jungen Menschen, die nach Abschluss der Berufsausbildung nicht übernommen wurden oder Abgänger von allgemein- und berufsbildenden Schulen waren. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im letzten Monat um vier auf 99.
Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 auf 2,5 Prozent zu (Vorjahr 2,8 Prozent). Das entspricht der Vollbeschäftigung. Es verloren 30 Personen (-18,9 Prozent) weniger ihre Beschäftigung als im Juli 2017.
Aus dem Landkreis Kronach gingen beim Arbeitgeberservice in den letzten vier Wochen 172 versicherungspflichtige Stellenangebote ein, 13,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bestand betreuen die Vermittlungsexperten 879 Zukunftsperspektiven, 71 bzw. 8,8 Prozent mehr als 2017.
"Mit dem Start in die Sommerferien ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht gestiegen. Der Grund dafür ist das jährliche Schul- und Ausbildungsende zur Jahresmitte. Junge Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich übergangsweise arbeitslos", erläutert Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Sie erwartet daher, dass die Arbeitslosigkeit auch im August erneut leicht steigt, denn dann enden viele betriebliche Ausbildungen. Im September, zu Beginn des neuen Schul- und Ausbildungsjahres, starten die sehr gefragten jungen Fachkräfte, bei denen die Übernahme nicht klappte, so richtig ins Berufsleben. Die meisten Schüler beginnen im September eine Ausbildung, streben einen höheren Schulabschluss an oder gehen ab Herbst zum Studium.
"Meine Vermittlungsfachkräfte machen derzeit die Erfahrung, dass viele Jugendliche gleich direkt im Anschluss an die Ausbildung übernommen werden oder bereits eine feste Einstellungszusage ab September haben." Brigitte Glos: "Ich rechne ab September wieder mit sinkenden Arbeitslosenzahlen und einem dynamischen Herbstaufschwung". red