Mit den Ergebnissen der Beteiligung der Nachbargemeinden, Behörden und Träger sonstiger öffentlicher Belange zum einfachen Bebauungsplan "Buswendeschleife" und dem "Schlossberg" sowie den integrierten Grünordnungsplänen beschäftigte sich der Weisendorfer Gemeinderat am Montagabend. Das Prozedere nahm viel Zeit in Anspruch, nachdem Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) es vorzog, über 34 Seiten mit Hinweisen und Einwendungen Wort für Wort zu verlesen. Ein Großteil des Gremiums beschäftigte sich derweil mit Smartphone oder Tablet und die Hände gingen beim Beschlussvorschlag wie automatisiert nach oben.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen lehnte beide Bebauungspläne ab, und wie der Bürgermeister erläuterte, gingen aus der Öffentlichkeit zu beiden Vorhaben keine Stellungnahmen ein. Auch die Hinweise und Einwände aus der Beteiligung der Nachbargemeinden und Träger öffentlicher Belange sowie der Behörden veranlassten keine gravierenden Änderungen der beiden Bebauungspläne, sondern wurden zur Kenntnis genommen oder berücksichtigt.

Spielplatz statt Kita

Zum Bebauungsplan "Buswendeschleife" mit integriertem Grünordnungsplan wurde am Ende die Verwaltung beauftragt, die genehmigungsfähige Fassung des Bebauungsplans herzustellen und der Genehmigungsbehörde vorzulegen.

Beim Bebauungsplan "Schlossberg" wurden die von den Trägern öffentlicher Belange vorgebrachten Bedenken und Anregungen durch das Büro TIG Ingenieure aus Dettelbach ausgewertet und in den Bebauungsplan eingearbeitet. So soll anstelle der ursprünglich geplanten Kindertagesstätte nun ein Mehrfamilienhaus mit bis zu vier Wohneinheiten entstehen. Dazu soll zusätzlich ein Kinderspielplatz entstehen und für das geplante Mehrfamilienhaus musste das Lärmgutachten für das Gebiet überarbeitet werden. Da dadurch eine wesentliche Änderung des Bebauungsplanes vorliegt, mussten der überarbeitete Entwurf sowie das überarbeitete Lärmgutachten erneut gebilligt werden. Am Ende wurde die Verwaltung erneut beauftragt, die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange durchzuführen.