Marco Meissner

Von einem Zeitfenster von fünf bis zehn Jahren ging Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) aus, als sie am Montag im Stadtrat auf den Ausbau der Bundesstraße 173 in Kronach einging. So laute jedenfalls die Schätzung von Fachleuten. Nach Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt gelte es jetzt, die Weichen für die Ortsdurchfahrt zu stellen.
Die Räte signalisierten in ihrem letztlich einstimmigen Beschluss, grundsätzlich mit diesem aus Sicht der Stadt dringend erforderlichen Ausbau einverstanden zu sein. Und sie nutzten die Möglichkeit, erste Wünsche zu äußern.
"Der vierstreifige Ausbau sowie die Tieferlegung der B 173 im Bereich des Anschlusses der Staatsstraße 2200/Siechenangerstraße durch Rückbau der so genannten Stockardtsbrücke sollten aus Sicht der Stadt zu einer deutlichen Verbesserung des Verkehrsflusses beitragen", heißt es in der Stellungnahme des Gremiums.


Wunschzettel der Stadt

Folgende Vorschläge wurden eingebracht: Im Ausbaubereich sollten kreuzungsfreie Fußgänger- und Radfahrerquerungen vorgesehen werden. Die Ausbaulänge des vorgesehenen Abschnittes beginnt auf Höhe des Netto-Marktes und reicht bis zur Opta-Brücke. Hier wünscht sich die Stadt eine Verlängerung bis mindestens zum Knotenpunkt "Im Eichicht". Außerdem seien Rückstaus zu den Stoßzeiten am Knotenpunkt "Rodacher Straße" zu beachten. Die Opta-Brücke könnte entfallen, falls rechtzeitig vor ihrer Sperrung Alternativen zur Verfügung stehen. Weiter müsse am Knotenpunkt "Industriestraße/Hammersteig" gemeinsam an der Neugestaltung dieses Bereichs gearbeitet werden. Außerdem gelte es, die Weiterentwicklung des Radwegenetzes in die Planungen einzubeziehen. Peter Witton (Grüne) bat darum, eine Alternative für die weggefallene Radwege-Unterführung an der Südbrücke nicht aus den Augen zu verlieren. Hauptsamtsleiter Stefan Wicklein sicherte zu, dass das Staatliche Bauamt die Notwendigkeit eines Ersatzbauwerks ebenfalls sieht. Dieses könnte sogar vorgezogen in Angriff genommen werden, also unabhängig vom weiteren Ausbau.