Berglesdorf — Weil ein großer Brand drohte, wurden am Montagvormittag gegen 9.50 Uhr zahlreiche Feuerwehren aus dem Kreis Kronach nach Berglesdorf geschickt. Dass der Brandschaden an einer Scheune und deren Inventar verhältnismäßig gering ausfiel, war dem schnellen Handeln der Feuerwehrleute zu verdanken. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf etwa 5000 Euro geschätzt. Vier Personen mussten behandelt werden, die zum Teil Rauchgas eingeatmet hatten. Wäre das Feuer erst später bemerkt worden, hätte es richtig teuer und vor allem gefährlich werden können.

Akute Gefahr

"Es bestand das Risiko, dass der Brand bei diesen Temperaturen schnell übergreift", stellte ein Polizeibeamter fest, dass die Scheune und das Wohnhaus nebenan in akuter Gefahr durch das Feuer waren. Dieses hatte sich beim hinteren Scheunentor entzündet. Bei einem Übergreifen der Flammen wäre das Ausmaß des Schadens nach Ansicht der Polizei beträchtlich gewesen. "Aber es waren alle schnell da", ernteten die Hilfsorganisationen Lob für ihr beherztes Eingreifen, das Schlimmeres verhindert hat.
Da von einem Großbrand ausgegangen werden musste, wurden zahlreiche Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis an die Einsatzstelle beordert. Vertreten waren die Feuerwehren aus Neufang, Birnbaum, Nurn, Steinwiesen, Marktrodach, Wilhelmsthal, Wallenfels und Kronach mit insgesamt etwa 100 Feuerwehrleuten. Außerdem waren das THW, das BRK und die Polizei vor Ort.
Entstanden war der Brand, weil ein Mann hinter der Scheune in einem alten gusseisernen Ofen Schweinefutter kochen wollte. Der Mann hatte zwischenzeitlich die Feuerstelle verlassen. Als er etwa 15 Minuten später zurückkam, waren die Funken bereits auf die Scheunenwand übergesprungen.