Karl-Heinz Hofmann

Pressig —  Der Bau- und Umweltausschuss des Marktes Pressig beschloss in der Sitzung am Montag die Erneuerung der Gartenstraße am Anger und vergab weitere Gewerke im Zuge der Rathaussanierung. Sowohl Tragschicht als auch Deckschicht der fünf Meter breiten Fahrbahn sollen erneuert werden, ebenso Wasser- und Kanalleitungen. Mehrkosten entstehen dort durch mit teerhaltigem Material belasteten Boden, der entsorgt werden muss. So belaufen sich die Baukosten auf circa 571 000 Euro. Entsprechende Anträge für Fördermittel werden von der Verwaltung gestellt.
Im Zuge des Straßenbaus soll auch die Straßenbeleuchtung erneuert und erweitert werden. Statt bisher drei Leuchten, die auf LED-Technik umgebaut werden, erhält die Straße aufgrund der neuen Leuchttechnik zwei weitere Leuchten dazu. Der Auftrag für die Ortsbeleuchtung in der Gartenstraße wurde an die Bayernwerk Netz GmbH in Naila zum Angebotspreis von 8922,30 Euro vergeben.
Zwei Gewerke wurden auch für die Rathaussanierung vergeben. Dort muss Schimmelbefall beseitigt werden. Mit den Abbrucharbeiten hierfür wurde der Bau Service Pfadenhauer, Wilhelmsthal, zum Preis von 25 213,84 Euro beauftragt. Die Putz-, Trockenbau- und Malerarbeiten wurden an die Firma Sorge, Bad Lobenstein, zum Angebotspreis von 22 000 Euro, vergeben.
Der Auftrag für die Lieferung zweier Sanitärcontainer für den Jugendzeltplatz in Rothenkirchen geht an die Firma Gerhard Sauer, Mainaschaff, zum Preis von 32 463,20 Euro.
Seit längerer Zeit beschäftigt die Marktgemeinde die Kamera-Kanalbefahrung. Bisher stockte es an Teilstücken zwischen Förtschendorf und Rothenkirchen bzw. Friedersdorf und Pressig. Um dieses Problem zu lösen, wird die Firma PRT Energietechnik, Stadtilm, mit dem Umbau von 15 Schachtbauwerken an den Sammlern Förtschendorf-Rothenkirchen und Friedersdorf-Pressig zum Preis von 31 000 Euro beauftragt.
Der Jagdgenossenschaft Friedersdorf wird für die Pflege- und Instandhaltung von Wirtschaftswegen ein Zuschuss von 667,07 Euro gewährt. Zustimmung fanden auch landschaftspflegerische Maßnahmen im Gemeindegebiet durch den Landschaftspflegeverband Frankenwald in Höhe von 12 500 Euro.
Folgende Bauanträge wurden mit gemeindlichem Einvernehmen an das Landratsamt weitergeleitet: Steffen Hammerschmidt, Marienroth (Wohnhausanbau); Thomas Luger, Ludwigsstadt (Neubau Wohnhaus in Rothenkirchen); Josef Scherbel, Posseck (Errichtung einer Dachgaube); Ralf Schwarz, Kulmbach (Wohnhausneubau mit Garagen und Stellplätzen in Rothenkirchen).
Eine Bauvoranfrage von Josef Deuerling, Größau, wurde in der letzten Sitzung mit dem Hinweis auf Einholung von Nachbarunterschriften zurückgestellt. Nun lag das Einverständnis der Nachbarn vor. Bauamtsleiter Andreas Schorn wies darauf hin, dass es sich um Außenbereich handle, aber da die Erschließung gesichert sei und die Nachbarunterschriften vorliegen, gebe es seitens der Marktgemeinde keine Bedenken. Ein Bauantrag von Andrea und Christian Heinlein (Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Posseck) wurde zurückgestellt. Hierfür sind noch Vorarbeiten erforderlich.


Bauplätze für die Ortsteile

Eine Anregung kam von Martin Welscher (FW): Man solle sich Gedanken über Ausweisung von Neubaugebieten auch in kleineren Ortsteilen machen. Dies war eine Steilvorlage für Bürgermeister Hans Pietz, der dies gerne aufnahm und dazu zu einer Klausurtagung einladen werde.