Diverse Kleinigkeiten standen auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres in Egloffstein. Da blieb Zeit, den süßen Gruß des Bürgermeisters zum Nikolaustag mit vollem Munde zu genießen: einen Adventskalender mit Schokoladenfüllung.

Mit dem Thema Wasser sei Egloffstein jetzt auf einem guten Weg, stellte Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) zufrieden fest. Das unbedingte Festhalten an der eigenen Wasserversorgung - ein Thema, das Förtsch von seinem Amtsvorgänger Christian Meier übernommen hat - habe sich gelohnt. Die drei gemeindlichen Wasserversorgungen arbeiten dank Ultrafiltrationstechnik störungsfrei und liefern auch in Trockenperioden genug Wasser.

Um auch für den Notfall gerüstet zu sein, wurde schon der Beschluss gefasst, dass Verbünde zwischen den drei Wasserleitungen geschaffen werden, so dass im Fall einer Störung Wasser von den anderen beiden Quellen als Ersatzlieferung zu bekommen sei. Aus diesem Grund lehnten die Gemeinderäte einstimmig die Teilnahme an einem von den Stadtwerken Forchheim initiierten Strukturkonzept zur Versorgungssicherheit im Trinkwasserbereich ab. Gleichwohl will man die weitere Entwicklung im Auge behalten und, wenn es nötig wird, ein drittes Standbein, einen zusätzlichen Verbund mit benachbarten Wasserversorgern anstreben. "Berührungspunkte gibt es genug", meinte Förtsch.

Seit einigen Jahren gibt es keine Jugendbeauftragten in der Gemeinde und auch keinen Jugendtreff, der früher einmal im Keller des BdK-Hauses (Sozialwerk Bund Deutscher Kriegsopfer) eingerichtet war. Nachdem vor vielen Jahren bei einigen Geburtstagsfeiern die Jugendlichen über die Stränge geschlagen hätten, meinte der Bürgermeister nachdenklich, und sich Anlieger über Schmutz und Lärm beschwerten, wurde das ehemalige Vorzeigeobjekt im Landkreis Forchheim wieder geschlossen.

"Das ist lange her", resümierte Förtsch. Es könne ein Neuanfang gewagt werden, wie er von Niki Thäter im Namen der UGL per Antrag am 5. November gefordert worden ist. Es gäbe jemanden, der als Jugendbeauftragter agieren würde, meinte Thäter vage. Christian Hopfengärtner meinte: "Man soll den guten Willen nicht gleich wieder mit Vorschriften und hohen Hürden kontraproduktiv pflastern." Daher stand dann im einstimmig genehmigten Beschlussvorschlag, dass zur Ausstattung der Stelle ein Budget in Höhe von jährlich 1500 Euro gehöre und dass die drei Bürgermeister im Einzelfall entscheiden sollen, ob und wie gemeindeeigene Räume für Veranstaltungen der Jugend genutzt werden können. Da nun auch sicher scheint, dass das BdK-Haus im Besitz der Gemeinde bleibt, regte Thäter an, den Jugendtreff wieder zu reaktivieren und einiges Geld in die Sanierung der Räumlichkeiten zu stecken.

Lob für Feuerwehr Bieberbach

Ein dickes Lob erhielt die Feuerwehr Bieberbach von der Herstellerfirma des Feuerwehrautos. Obwohl es schon rund 25 Jahre auf den Buckel hat, "ist die Ausstattung sehr gut gepflegt und daher auch weiterhin einsatzfähig", lautet der Befund. Anlass für die Aussage war ein Ortstermin bei der Firma in Giengen in Baden-Württemberg, bei dem nach dem Leck gesucht wurde, das sich im Wassertank des Feuerwehrautos gebildet und dazu geführt hat, dass der Tank ständig Wasser verlor. Man hat das Loch gefunden. Die Reparatur kostet rund 14 000 Euro, weil bei der Gelegenheit auch poröse Gurte der Jalousien ausgetauscht werden. Da die Zeit wegen der bevorstehenden Feiertage drängte und die Wehr Bieberbach weiterhin einsatzfähig sein soll, hat der Bürgermeister eine sogenannte "dringliche Anordnung" gegeben, so dass er ohne Zustimmung des Gemeinderats die Reparatur in Auftrag geben konnte.

Eingangs der Sitzung hatte Förtsch sieben neue Feldgeschworene vereidigt. Es sind dies Gino Sais, Heinz Schüpferling und Diethard Stiller für die Gemarkung Affalterthal, Sebastian Buckl, Jürgen Maier und Joachim Polster für die Gemarkung Egloffstein sowie Stefan Frauenknecht für die Gemarkung Hundshaupten.