Hunger, Vertreibung, Wiedervereinigung und Versöhnung: In "Was uns erinnern lässt" erzählt Kati Naumann das Schicksal zweier Frauen vor dem Hintergrund deutsch-deutscher Geschichte und der Kulisse des Sperrgebiets bei Sonneberg.

1977: Das Zuhause der vierzehnjährigen Christine ist das ehemals mondäne Hotel Waldeshöh am Rennsteig. Seit der Teilung Deutschlands liegt es hinter Stacheldraht in der Sperrzone direkt an der Grenze. Ohne Passierschein darf niemand das Waldstück betreten. Fast scheint es, als habe die DDR das Hotel und seine Bewohner vergessen.

2017: Die Coburger Journalistin Milla findet abseits Thüringer Wanderwege einen überwucherten Keller und stößt auf die Geschichte des Hotels Waldeshöh. Dieser Ort lässt sie nicht los, und so spürt sie Christine auf, um mehr zu erfahren.

Die Begegnung verändert beide Frauen: Während die eine lernt, Erinnerungen anzunehmen, findet die andere Trost im Loslassen.

Kati Naumann, in Sonneberg aufgewachsen, stellt ihr Buch am Donnerstag, 23. Mai, 20 Uhr, in der Buchhandlung Riemann (Markt 9) vor. Karten im Vorverkauf zu 10 Euro oder für 14 Euro an der Abendkasse. Vorbestellung unter 09561/80870. red