Autor Helmut Haberkamm stellt am Mittwoch, 5. Juni, um 19.30 Uhr in der Erlanger Stadtbibliothek den Sammelband "Die warme Stube der Kindheit" vor. Darin enthalten sind seine schönste Erzählungen aus den vergangenen 25 Jahren, sechs davon bisher unveröffentlicht.

"Eine Stunde hat viele Gesichter und ein einziger Tag unglaublich viele Jahre." Helmut Haberkamm ruft Erinnerungen an vergangene Zeiten wach, an alte, beinahe in Vergessenheit geratene Redewendungen und Wörter, "mit langen, staubbraunen Schatten, mit Wärme und Licht". Ebenso einfühlsam wie kritisch erzählt er von den Wunden, die das letzte Jahrhundert in den Familien und in der Gesellschaft hinterlassen hat. Die Geschichten seiner Figuren handeln von Schicksalsschlägen und Ausgrenzung, aber auch von den hellen Momenten, die das Leben immer wieder bereithält. Und wenn Haberkamms Erzählungen in Franken angesiedelt sind und seine Sprache auf unvergleichbare Art vom Mündlichen, dem Fränkischen, gefärbt ist, so wird doch klar, dass er auf kleinem Raum von der ganzen Welt spricht und von dem, was uns als Menschen ausmacht.

Helmut Haberkamm, 1961 im mittelfränkischen Dorf Dachsbach geboren, zählt zu den bekanntesten und vielseitigsten Schriftstellern der Region, heißt es in der Einladung der Veranstalter. Für seine Dialektpoesie sowie seine Theaterstücke wurde er mehrfach ausgezeichnet, zudem hat er sich als Song-Übersetzer und als Autor von Erzählungen, Essays und Rundfunkbeiträgen einen Namen gemacht. Er ist Mit-Initiator des fränkischen Mundartfestivals "Edzerdla". Heute lebt der Autor in Spardorf.

Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in der Stadtbibliothek, Reservierung unter der Telefonnummer 09131/862282. red