Was macht das Frau-Sein heute aus? Wie können sich Frauen von gesellschaftlichen und medialen Rollenvorgaben lösen und den Mut für eigene Wege finden? Diesen und ähnlichen Fragen rund um die weibliche Lebenswirklichkeit stellt sich die Fotoausstellung "Frauen.Bilder.Weiterdenken." des Referats gegen Diskriminierung und Rassismus der Studierendenvertretung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die Wanderausstellung kann von Donnerstag, 6. Juni, bis Freitag, 2. August, im Erdgeschoss der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen, Universitätsstraße 21/23, besucht werden. Der Eintritt ist frei, teilt die Uni mit.

Mut zur Individualität

Die Wanderausstellung "Frauen.Bilder.Weiterdenken." zeigt Fotografien von unterschiedlichen Frauen aus Erlangen: divers in ihrem Aussehen, in ihrem biografischen Hintergrund, in ihren Lebenszielen und in ihrem Alltag - divers in ihrer Lebensrealität. Die Ausstellung soll einen Beitrag leisten zu einer medialen Präsentation von Frauen und dabei die Wirklichkeit abbilden. Sie soll Frauen motivieren, einen individuellen Lebensweg einzuschlagen und zeigen: Das "Frau-Sein" ist vielfältig und in ganz unterschiedlichen Bildern darstellbar.

Die mediale Präsentation von Frauen in Deutschland vermittelt ein eher einseitiges Bild: Die in den Medien agierenden Frauen sind selten Hauptakteurinnen, haben wenig Redeanteil. Sie sind häufig sehr jung und entsprechen fast immer einem bestimmten Schönheitsideal. Mit der Wanderausstellung "Frauen.Bilder.Weiterdenken." will sich das Referat gegen Diskriminierung und Rassismus der Studierendenvertretung der FAU dieser eingeschränkten Wahrnehmung entgegenstemmen und auf die Vielfalt der weiblichen Lebenswirklichkeit aufmerksam machen.

Das Referat gegen Diskriminierung und Rassismus plädiert mit dieser Ausstellung dafür, dass Frauen ihre Lebensentscheidungen nicht mehr nach äußeren Erwartungen ausrichten müssen, und fordert Respekt für unterschiedliche Lebensweisen: "Wir wollen Akzeptanz für jede Art von Körper. Wir wollen die bedingungslose Anerkennung von Frauen - unabhängig von ihrem Alter oder Beruf. Wir wollen weniger unerfüllbare Erwartungen. Und wir wollen, dass sich diese Diversität auch in den Medien zeigt." red