"Ich freue mich, dass das Interesse so groß ist", sagte Gädheims Bürgermeister Peter Kraus zu Beginn der Bürgerversammlung im MSV-Sportheim in Ottendorf. Immerhin waren knapp 50 der 413 mit Hauptwohnsitz gemeldeten Bürger erschienen, um sich von ihm informieren zu lassen und ihre Anliegen zu Gehör zu bringen.

So berichtete Stefan Kuhn, dass man im Dorf darüber diskutiere, was die Dorferneuerung eigentlich bringen solle. Dazu meinte Günther Rothländer als Mitglied der Lenkungsgruppe, dass die Bürger zu den Treffen der Arbeitskreise kommen sollten. Dann wüssten sie, was die Dorferneuerung bedeute, denn in den Arbeitskreisen gehe es um das Vereinsleben, die alte Schule, die Gestaltung des Lindenplatzes und die Neugestaltung des Umfelds der Pfarrkirche.

Die Zweite Bürgermeisterin Doris Scheller-Gräf ergänzte, dass Dorferneuerung mehr bedeute, als den Altort neu zu gestalten. "Es geht auch um den Zusammenhalt im Dorf und um soziale Strukturen", sagte sie.

Bürgermeister Peter Kraus lud alle ein, zu den Treffen zu kommen. "Wir freuen uns auch über Bürger, die eine andere Meinung haben", betonte er.

Diethard Eck fügte an, dass man die Dorferneuerung nicht von der Sanierung der Kirche abhängig machen solle. Denn Peter Kraus hatte berichtet, dass die Diözese Würzburg die Außensanierung der Kirche abgelehnt habe und eine Neugestaltung vor der Sanierung wenig Sinn mache.

Sebastian Schmitt fragte provokativ: "Vergreisen die Gemeindeteile Ottendorf und Greßhausen aufgrund fehlender Bauplätze?" Dazu der Bürgermeister: "Wir haben in den letzten vier Jahren erreicht, dass rund sechs bestehende Bauplätze verkauft und bebaut werden konnten. Die Problematik bei dem Thema ist auch immer die Höhe der Nachfrage. Doch ich kann jetzt schon sagen: Wir sind an einer Lösung dran!"

Was den Steg über den Main nach Untereuerheim betrifft, so berichtete Bürgermeister Peter Kraus auf Nachfrage von Bernd Rattay, dass der Bürgermeister von Grettstadt derzeit keinen Handlungsbedarf für den Bau eines Dükers für die Abwasserleitung sehe. Bis der bestehende Steg durch einen neuen Steg ersetzt werde, könne es noch vier bis fünf Jahre dauern. Der alte Steg werde erst nach dem Neubau, der weiter in Richtung Gädheim errichtet werde, abgerissen, versicherte Peter Kraus.