Erlangen — Im Frühjahr letzten Jahres wurden viele mit der Schlagzeile "Pessimisten leben länger" überrascht. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Instituts für Psychogerontologie (IPG) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
Je pessimistischer die Befragten waren, desto gesundheitlich besser ging es den Teilnehmern und desto höher war ihr Einkommen. Das sind die Ergebnisse der Studie 2013. Schätzten die Teilnehmer ihre zukünftige Zufriedenheit hingegen überdurchschnittlich hoch ein, so erhöhte sich ihr Risiko für körperliche Einschränkungen oder Beschwerden und das Risiko zu sterben etwa um zehn Prozent.
Ein weiteres Forschungsprojekt am Institut für Psychogerontologie greift diesen spannenden Befund erneut auf und geht mit der Studie "Zeiterleben und Zukunftszeit" weiteren Fragen nach. Hierzu sucht das Institut noch Freiwillige. Eingeladen zur Teilnahme an der Studie sind alle Frauen und Männer ab 18 Jahren.

60 Minuten Zeit nehmen

Ziel der Studie ist es, dem spannenden Ergebnis nachzugehen, dass Pessimisten länger leben, und weitere Fragen zu beantworten. Wie sorgen Menschen für ihren persönlichen Lebensabend vor? Welchen Einfluss haben in diesem Zusammenhang persönliche Einstellungen, Erfahrungen und Lebensumstände? Welchen Einfluss hat die Gestaltung des Alltags?
Es handelt sich bei der Studie "Zeiterleben und Zukunftszeit" um eine fortlaufende, etwa 60 Minuten dauernde Online-Befragung. Sie kann zu Hause durchgeführt werden oder im Institut für Psychogerontologie: Zu finden ist die Studie unter www.gerotest.de/zukunft. red