Es gibt zwei Arten von Weihnachten - das fand die kleine Maus Frederik beim Adventsschulspiel der Max-Hundt-Schule am Mittwochvormittag heraus. Neugierig machte sie sich nämlich auf den Weg, weil sie zwei Schulkinder belauscht hatte, die von Weihnachten schwärmten. Doch es schien, als hätten ihre Mäusefreunde damit Recht, dass Weihnachten etwas mit "Weinen" zu tun hätte und daher traurig sei. So traf die neugierige Maus auf die Gans, die Angst hatte, als Festtagsbraten zu enden; sie begegnete einem vollkommen erschöpften Weihnachtsmann, und einer gestressten Mutter, die noch viel zu tun hat. Da öffneten ihr zwei Hirten die Augen und erzählten zu dem Lied "Stern über Bethlehem", gesungen von der AG Schulspiel, der AG Chor und Kindern aus der Klasse 3b, von der Geburt Jesu.

Was an Weihnachten toll ist, ist wohl doch Sache des Blickwinkels. Das gilt auch für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule. Auf eine Frage von Lehrerin und Moderatorin Uta Poerschke, was denn am Weihnachtsfest am wichtigsten sei, rangierten bei den Kindern die Weihnachtsferien und die Geschenke ganz vorn, dicht gefolgt von Weihnachtsplätzchen.

Doch wer die Kinder beim Musizieren, Schauspielen und Gedichte-Vortragen beobachtete, der verstand, dass Weihnachten für alle noch eine ganz andere Bedeutung hat.

Da war das Gedicht der Klasse 1/2a über ein kleines Licht, das nur dann hell genug scheint, wenn es nicht alleine bleibt. Ein Lied über die "schöne Weihnachtszeit" oder das Stück "Zünd ein Licht an" der beiden 3. Klassen, wobei sie aus ihren selbst gebastelten Windlichtern ein Herz auf den Boden zauberten.

Lustig ging es bei der 1/2b zu, die ein Gedicht über "Frieda, die Letzte" - die letzte Fliege im Jahr - vortrug, und auch die 4b hatte ihren Spaß mit den "zehn kleinen Weihnachtsmännern".

"Ich habe heute Vormittag viele begabte junge Menschen gesehen, da geht mir das Herz auf, jetzt ist auch für mich Weihnachten", schloss Rektorin Anja Buchdrucker die bunte Adventsvorführung und lud alle zum kleinen Adventsbasar des Elternbeirates ein.