Walter Volkmer feierte bei bester Gesundheit am Samstag seinen 90. Geburtstag. Geboren wurde der Jubilar in Weidenau im Sudetenland.

In Weidenau hat der Jubilar 1944 eine Bäckerlehre begonnen. In den Kriegszeiten musste er mit der Familie drei Mal aus Weidenau fliehen. Zwei Mal sind sie zurückgekehrt, bevor dann 1946 die endgültige Ausweisung und Umsiedelung mit Mutter und Schwester zunächst nach Debersdorf bei Schlüsselfeld erfolgte. Der Vater galt als vermisst und wurde nie gefunden.

Nach der Aussiedlung hat Walter Volkmer in Bamberg seine Lehre erfolgreich abgeschlossen, wobei die schriftliche Abschlussprüfung im Schlenkerla war. In Höchstadt fand er Beschäftigung bei der Bäckerei Ipta (jetzt Bäckerei Fumy), bevor er dann 1958 zum Maschineneinsteller bei Schaeffler in Herzogenaurach umschulte. Dort arbeitete er bis zum Renteneinritt.

Seine Ehefrau Dora (geborene Schwandner) aus Höchstadt lernte er 1950 auf dem Landwirtschaftsfest in Höchstadt beim Tanzen kennen und 1955 wurde geheiratet. 51 Jahre alt war die Ehe, als Frau Dora im Jahr 2006 verstarb. Der Jubilar hat zwei Töchter, drei Enkeltöchter und einen Enkelsohn.

Walter Volkmer ist leidenschaftlicher Musiker - er spielt neben Tenorhorn noch Akkordeon und Keyboard, und seit 50 Jahren ist er Mitglied der Stadtkapelle Höchstadt. Von 2000 bis 2018 hat er ein Mal monatlich den Seniorentanz der Stadt als Alleinunterhalter veranstaltet.

Der rüstige Jubilar lebt in der eigenen Wohnung und versorgt sich selbst. Zum Gratulieren reiste Tochter Irene aus Dortmund, die beiden Enkeltöchter Verena aus Berlin und Mirjam aus Bologna mit Familien an. Gesund bleiben ist sein einziger Wunsch. Walter Volker sagt schmunzelnd: "Ich habe gute Gene!" Beide Großeltern väterlicherseits wurden weit über 90 Jahre alt.