Soll man auch schlafende Siebenschläfer besser nicht wecken? Jedenfalls kann das zu Irritationen führen, wie sie mittlerweile schon dreimal in der Ratssitzung der Gemeinde Stegaurach wegen des "vorhabenbezogenen Bebauungsplans Siebenschläfersberg mit integriertem Grünordnungsplan" aufgetaucht sind. Zuletzt aber, in der öffentlichen Ratssitzung Anfang Oktober, dürften alle Unklarheiten beseitigt worden sein.

Auch durch eine im Rahmen der Sitzung von Joseph Höpfner (SPD) geforderte weitere Präzisierung zum Beschluss über den Bebauungsplan Siebenschläfersberg. So wurde schließlich die von Höpfner angestoßene Beschlussfassung verabschiedet, wonach der Gemeinderat Stegaurach dem Antrag auf Festsetzung von Bezugsgrößen zustimmt, welche für die Ermittlung der zulässigen Grundfläche für das Bauvorhaben am Siebenschläfersberg notwendig seien. Das mit der Beplanung beauftragte Büro wird in der Folge von der Verwaltung angehalten, die Verfahrensunterlagen entsprechend zu ergänzen.

Weiterhin zeigte sich das Ratsgremium bei der Verhandlung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Apfel-Allee" von einer Handskizze, die die ausführende Projektgesellschaft vorgelegt hatte, um für einige "nördlich gelegenen Bauplätze" im Baugebiet eine Abänderung im Höhenplan zu erwirken, nicht überzeugt. Das Gremium wünscht in einem weiteren Anlauf genauere Pläne zu sehen, die eine Abweichung von den ursprünglich geplanten Höhenlagen plausibel erscheinen lassen.

Start im November

Deutlich unkomplizierter gestalteten sich Beratung und Beschlussfassung zur Errichtung einer Waldkindergartengruppe in Hartlanden. Für das Projekt, das sozusagen in den Startlöchern steht, war noch ein Beschluss erforderlich, der es der Verwaltung erlaubt, eine Betriebsträger- und Defizitvereinbarung mit der katholischen Kirchenstiftung "Unbefleckte Empfängnis Mariens" in Stegaurach abzuschließen. Voraussichtlich im November gibt es dann auch in Stegaurach eine Waldkindergartengruppe.

Unter Verschiedenes versteckte sich in dieser Ratssitzung ein besonderes Ereignis. Mit der feierlichen Einweihung der neuen Aussegnungshalle und der erweiterten Friedhofsanlage am 27. Oktober haben Pfarrei und Gemeinde einen sensibel baukünstlerisch wie künstlerisch gestalteten Ort zur Verfügung, an dem sich die Bürger der Gemeinde, aber auch Angehörige, Freunde und Bekannte von Verstorbenen in einem würdigen Rahmen von ihren Verstorbenen verabschieden können.