Zur Jahreshauptversammlung des Gesangvereins Waldeslust Zeckern am Donnerstagabend konnten die beiden Vorsitzenden Ilona Schmitt und Josephine Wersal viele aktive und passive Mitglieder in den Probenräumen der Musikschule Zeckern begrüßen. Neuwahlen und Ehrungen für 65, 60, 50 und 25 Jahre Mitgliedschaft standen auf der Tagesordnung.
Ilona Schmitt, die zusammen mit Josephine Wersal seit zwei Jahren gleichberechtigt die Geschicke des Gesangvereins leitet, hatte die Ehrungen übernommen. Auch Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU), der die Neuwahlen leitete, überbrachte die Grüße der Gemeinde und des Gemeinderates und bedankte sich bei allen Sängern für die gute Öffentlichkeitsarbeit. Er freute sich auch, dass die Wünsche des Kassenprüfers Herbert Marr vom letzten Jahr in Erfüllung gingen. "Ihr habt neue Mitglieder gewonnen und eure Einnahmen vermehrt", sagte er schmunzelnd.
Kassier Georg Müller ist seit 30 Jahren im Amt. "Ich würde gerne meinen Posten abgeben", verriet er vor der Wahl. Aber im Moment ist noch kein geeigneter Kandidat in Aussicht. "Dann mach ich halt weiter - aber nur, bis ihr jemanden gefunden habt!" Er berichtete von einer ausgeglichenen Kasse.
Das vergangene Jahr war sehr aktiv und erfolgreich. Stimmbildung, ein Gruppenkonzert in Höchstadt und die Sommerserenade unter dem Motto "Leben, Lieben und Lachen" waren ein voller Erfolg. Von einer schönen Herbstwanderung, der Teilnahme an der Feier zum Volkstrauertag und mehr berichtete Ilona Schmitt. Da die Chorleiterin nicht anwesend sein konnte, verlas Schmitt auch deren Rückblick. "Die Vorbereitung auf das Konzert am 11. Juli war eine anstrengende, aber zugleich wunderbare Zeit, denn ein gemeinsames Projekt zu haben, gab dem Chor Schwung und ein super Gefühl von Zusammengehörigkeit", so Maria Josè Loza.
Amalie Batz, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiern wird, ist seit 65 Jahren Mitglied im Chor. "Mein Mann war Gründungsmitglied, und ich bin dann natürlich gleich beigetreten", verriet sie. "Die Siedlung in Zeckern ist ja 1950 entstanden, und wir waren der erste Verein damals und hatten regen Zulauf", erinnert sie sich. Beim Chorleiter Karl Sandig hat sie im Sopran gesungen, und an die schönen Theateraufführungen damals denkt sie noch gerne zurück. Ganz stolz war sie, von ihrer Tochter Ilona Schmitt die Urkunde überreicht zu bekommen.
Alle Sänger freuen sich auf das neue Sangesjahr, in dem neben den üblichen Aktivitäten am 24. April eine Teilnahme beim Gruppenkonzert in Röttenbach wie auch das Einstudieren einer Messe geplant ist.
Am Ende musste noch eine Satzungsänderung vorgenommen werden. Nur der Chorleiter und die Ehrenmitglieder sind vom Beitrag befreit. Dies tritt rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft.
Johanna Blum