Der Lichtenfelser Ausnahmeringer Hannes Wagner sicherte sich nach 2017 erneut den zweiten Platz beim stark besetzten Thor-Masters-Wettbewerb in der dänischen Hafenstadt Nyköbing Falster. Bei insgesamt 17 Teilnehmern in der 82-Kilo-Klasse aus elf Nationen wurde der Sieger im sogenannten Pool-System ausgetragen. Die Sieger aus zwei Gruppen standen sich im Finale gegenüber.

Der Lichtenfelser Greco-Spezialist setzte sich in Gruppe B erfolgreich durch. Nach einem erfolgreichen Start am Freitag, wo er seinen Nationalmannschaftskollegen Marius Braun mit 4:0 sowie den US-Amerikaner Spencer Woods mit 11:0 technisch überlegen besiegt hatte, folgten am Samstag weitere Erfolge gegen den Tschechen Petr Novak (8:1) sowie den Österreicher Michael Wagner (2:0). Auch im Poolfinale ließ Wagner nichts anbrennen und besiegte den Ungarn Peter Nagy vorzeitig mit 10:0.

Finalgegner mit Kraftvorteil

Als Gruppensieger traf Wagner im Finale auf den Lokalmatadoren Rajbek Bisultanov. Der Vize-Weltmeister der U23 hatte die Gruppe A deutlich für sich entschieden, allerdings zwei Kämpfe weniger zu bestreiten. Diesen Substanzverlust merkte man Wagner am Ende an. Der Klosterlangheimer begann das Duell zwar gleich mit einer Zwei-Punkte-Aktion, die aber von den Kampfrichtern aus unerklärlichen Gründen nicht gewertet wurde. Fortan war der Däne einfach spritziger, sammelte Punkt um Punkt und gewann noch vor dem Pausengong mit 9:0.

Für den Korbstädter war es trotzdem eine gute Platzierung. Das Turnier war für die deutsche Greco-Mannschaft eine interne Ausscheidung und willkommene Vorbereitung für die anstehenden Europameisterschaften in Bukarest im April.

Deutscher Konkurrent nur 14.

Die deutschen Starter werden vom Bundestrainer in der kommenden Wochen nominiert. Wagner dürfte gute Karten haben, da sein Konkurrent, Marius Braun, lediglich auf Rang 14 landete. hsch