"Auto-
matisch gibt es heute kein Wachstum mehr", sagt Bürgermeister Helmut Lottes. Die knapp 1600 Einwohner zählende Marktgemeinde Vestenbergsgreuth tut alles dafür, um leicht zu wachsen. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats wurde bei verschiedenen Tagesordnungspunkten "in die Zukunft gedacht".
Beim Bericht der Kindergartenleiterin Tina Hussenether zum Beispiel. Die Kita sei praktisch ausgebucht, berichtete die Erzieherin. Aktuell sei die Einrichtung mit drei Regelgruppen belegt. In diesen sind auch 23 Kinder von Eltern, die nicht in der Marktgemeinde wohnen. Sie bringen ihre Kinder in die Einrichtung an ihrem Arbeitsort. Außerdem beherbergt die Kita 25 Krippenkinder in zwei Gruppen.
"Mit ihrem Bericht hat uns die Kita-Leiterin eine Denksportaufgabe übertragen", sagt das Gemeindeoberhaupt. Was bedeutet, dass in Zukunft an eine Erweiterung der Betreuungsstätte gedacht werden sollte. "Da müssen wir uns was überlegen", sagt Lottes. Vor allem angesichts der Neuausweisungen von Bauland in Unterwinterbach und Vestenbergsgreuth. "Mal sehen, wie sich die neuen Baugebiete auf die Einwohnerzahlen auswirken."
In Vestenbergsgreuth ist derzeit die Aufstellung des Bebauungsplans "Schmidsleiten II" in Arbeit. In der Sitzung fand die zweite Beratung über das Konzept von Städteplaner Frieder Müller-Maatsch statt. Von den insgesamt 18 dargestellten Bauparzellen könnten vier mit bis zu dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Sollte dafür kein Interesse vorhanden sein, können diese Plätze auch für eine ganz normale Wohnbebauung genutzt werden. Zwischen 620 und 700 Quadratmeter sind die neuen Baugrundstücke groß. Die Parzellen für die mehrgeschossigen Häuser sind etwas größer. Und wie der Bürgermeister wissen lässt, gibt es bereits jetzt Interessenten für das neue Wohnquartier. In der Sitzung am 3. September soll der Bebauungsplan endgültig verabschiedet werden. Die Auslegung werde vermutlich nach einem verkürzten Verfahren erfolgen können, so Lottes.