Mit dem Spatenstich für die Sanierungsarbeiten der Graf-Stauffenberg-Dreifachsporthalle nimmt die Stadt Bamberg ein neues Großprojekt in Angriff und schafft nach den Worten von Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) "eine der modernsten Hallen für den Schul- und Vereinssport in Bamberg". Voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2021/22 kann der Schul- und Vereinssport in der rundum sanierten Sporthalle wieder aufgenommen werden. Für den OB ist die notwendige Modernisierung des Sportbereichs ein wichtiger Schritt zur geplanten Gesamtsanierung des Schulgeländes, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Das neue Gesicht der Dreifachsporthalle wird nach den Plänen des Architekturbüros Grellmann Kriebel Teichmann aus Würzburg realisiert, nämlich ein verglastes Foyer an der Stelle der jetzigen offenen Überdachung. Dieser Bauteil ersetzt künftig den bestehenden Eingangsbereich auf der Südseite und ermöglicht erstmals die Verbindung des Umkleidebereichs mit der Tribünenanlage, ohne dabei die Hallenfläche durchqueren zu müssen. Auch der ungünstig dimensionierte und technisch verbrauchte Umkleidebereich im Norden der Halle soll durch einen funktionalen und energetisch optimalen Neubau an gleicher Stelle erneuert werden.

Ausfahrbare Tribüne

Die eigentliche Sporthalle erhält neben der Erneuerung der haustechnischen Anlagen eine neue ausfahrbare Tribünenanlage für rund 770 Personen (zuzüglich 160 Stehplätze auf der Galerie), neue schalltechnisch verbesserte Trennvorhänge, umlaufende Prallwände, schallabsorbierende Wandverkleidungen und nicht zuletzt einen neuen Sportboden sowie eine komplett neue Geräteausstattung. Die kleine Sporthalle, die an die eigentliche Sporthalle angrenzt, wird im Zuge der Maßnahme ebenfalls saniert und nach den Plänen der Architekten um einen Kraft- und Konditionsraum ergänzt.

Bereits im Jahr 2011 wurde als 1. Bauabschnitt, im Vorgriff auf die spätere Generalsanierung, die Dachfläche der 1973 fertiggestellten Sporthalle als Einzelmaßnahme instandgesetzt, energetisch ertüchtigt und die Dachverglasung komplett erneuert. Die für das Jahr 2014 vorgesehene Sanierung der Halle musste seinerzeit aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt zurückgestellt werden.

Am 21. März 2018 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung schließlich, die Sanierung der Graf-Stauffenberg-Dreifachsporthalle zum Bewerbungsverfahren für die Aufnahme in das Kommunalinvestitionsprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur - kurz "KIP-S"- anzumelden. Wenige Monate später, im Juli 2018, teilte die Regierung von Oberfranken mit, dass die Maßnahme mit einer Fördersumme von rund 5,3 Millionen Euro offiziell in das Programm aufgenommen wurde. Und so konnte der Stadtrat Ende 2018 schließlich den Startschuss für die Generalsanierung und den Teilneubau der Dreifachhalle geben. red