Wegen des großen Interesses wird der CHW-Vortrag über das Leben und die Kunst des Kulmbacher Zeichners Caspar Walter Rauh (1912-1983) am Donnerstag, 1. Februar, um 16 Uhr wiederholt.
Rauh zählt zu den großen Vertretern des Phantastischen Realismus. Der gebürtige Würzburger, der als Kartograph den Schrecken des Krieges in Polen, Frankreich und der Sowjetunion miterlebt, fasst 1945 mit seiner Familie in der Dachkammer des Grampp-Hauses in Himmelkron Fuß. Um zu überleben, zeichnet er Bauernhöfe und dörfliche Ansichten, für die er von den Auftragsgebern Naturalien erhält. 1955 zieht die Familie nach Kulmbach.
Der Historiker Wolfgang Schoberth stellt aus dem umfangreichen Werk Rauhs typische Beispiele für seine künstlerische Entwicklung vor. Im Mittelpunkt steht das frühe Werk - die grandiosen Kriegs- und Nachkriegszeichnungen, sowie seine Himmelkroner Blätter.
Stephan Klenner-Otto, der dem Künstler über drei Jahre in seiner Werkstatt in der Kohlenbachgasse über die Schulter geschaut hat, wird über seine Erfahrungen berichten. Die Veranstaltung findet im Vortragssaal des Bayerischen Brauereimuseums im Mönchshof, Hofer Straße 20, statt. red