Zum 150-jährigen Jubiläum der Gründung von Kanada fand eine Woche lang ein Multisportevent statt. Sportler aus über 60 Nationen traten an, um ihre Weltmeister in verschiedenen Distanzen und Sportarten zu küren.
Für die Triathlon-Nationalmannschaft war Thomas Geiger vom ASC Kronach-Frankenwald über die Langdistanz in seiner Altersklasse am Start. Als gebürtiger Teuschnitzer machte er dabei natürlich auch Werbung für das Bayern3-Dorffest.
Entgegen der üblichen Distanzen (3,8 km - 180 km - 42,195 km) waren in Kanada drei Kilometer Schwimmen, 120 Kilometer Radfahren und 30 Kilometer Laufen zu absolvieren. Diese Wettkämpfe wurden in der den Ausdauersportlern durchaus bekannten Ortschaft Penticton ausgetragen. Hier fand 1983 der älteste Langdistanz-Triathlon Kanadas unter dem Ironman-Label statt. Penticton war 30 Jahre lang Austragungsort des Ironman Canada, bis dieser 2013 zum Veranstalter Challenge wechselte. Die ITU (International Triathlon Union) mit Sitz in der Schweiz veranstaltet die Langdistanz-WM jedes Jahr in einem anderen Land. Nächstes Jahr wird sie in Dänemark sein.
Angereist war Thomas Geiger mit dem Ziel, aufs Podium zu kommen. Während des Wettkampfes wurde er von zwei Schweizer Auswanderern bei sich zu Hause in Penticton aufgenommen. Beide leben seit über 20 Jahren auf diesem wirklich schönen Fleck Erde, wie Thomas nur bestätigen konnte.
Geschwommen wurde im Lake Okanagan, der 135 Kilometer lang und zwischen vier und fünf Kilometer breit ist. Die Wassertemperatur und die Qualität waren super; so machten die drei Kilometer Schwimmen richtig Spaß. Als Vierter seiner Altersklasse war Thomas wieder am Sandstrand angekommen; 48:21 Minuten standen auf der Uhr.


Vier Minuten aufgeholt

Das Radfahren über 120 Kilometer mit 1000 Höhenmetern nutzte Thomas Geiger zur Aufholjagd auf die Schnellsten. Nach etwa der Hälfte holte er den Amerikaner Welch ein, der als Erster der Altersklasse aus dem Wasser gestiegen war. Vier Minuten hatte Thomas zu diesem Zeitpunkt schon aufgeholt.
Sein Ziel, als Erster zum Laufen zu wechseln, ging auf, wenn auch nur ganz knapp. Mit 3:19:02 Stunden hatte er die zweitschnellste Radzeit. Ein Kanadier fuhr drei Minuten schneller und wechselte fast gleichzeitig mit dem Triathleten des ASC Kronach-Frankenwald.
Beim Laufen klappt es heuer nicht so bei Thomas Geiger. Das wusste er schon vorher. Seine Taktik, beim Radfahren sein Heil in der Flucht zu suchen, war bei der Weltmeisterschaft in Samorin noch aufgegangen. Diesmal klappte es jedoch nicht. Zu gering war der Vorsprung. Zu schnell war die Konkurrenz aus Kanada und USA.
Bei mittlerweile 34 Grad legte er die 30 Kilometer Laufen durch die Innenstadt von Penticton in 2:34:55 Stunden zurück. Mit der Gesamtzeit 6:47:46 Stunden belegte Thomas Geiger den fünften Platz hinter drei Kanadiern und einem Amerikaner. Knapp drei Minuten fehlten auf das Podium. Das Ziel hatte er also nicht erreicht.
Doch bereut hat er die Reise nach Kanada nicht."Es waren tolle Eindrücke und ein richtig schöner Wettkampf", lautete sein Resümee. Bleibt abzuwarten, ob er nächstes Jahr in Dänemark an den Start geht. tgü