Wolfgang Gremmelmaier ist neuer Geschäftsführer des Basketball-Zweitligisten BBC Coburg. Wir sprachen mit dem 65-jährigen Ex-Bankier über seine Ziele mit den "Korbjägern", über die Zuschauergunst in der HUK-Arena und über den Saisonstart des FC Coburg in der Fußball-Landesliga.

Hallo Herr Gremmelmaier, kann der BBC in den nächsten Jahren die fränkische Basketball-Bühne mit einem weiteren Topteam bereichern. 1. Liga gibt es in Bamberg, Bayreuth und Würzburg. Wann zieht die Vestestadt nach?
Wolfgang Gremmelmaier: "Wenn man mit viel Glück den Klassenerhalt geschafft hat, sollte man demütig sein. Unser Ziel muss es sein, uns in der 2. Bundesliga zu etablieren. Erst dann sollten wir über die nächsten Schritte reden."
Halten Sie es für möglich, dass die HUK-Arena bei einem Spiel des BBC ausverkauft ist und die Euphorie eines Tages so groß ist wie beim Handball?
"Eine ausverkaufte HUK-Arena, das liegt in weiter Zukunft. Das hat ja selbst der HSC in der 1. Handball-Bundesliga so gut wie nie erreicht. Im Sinne des Spitzensports in Coburg hoffe ich, dass die Euphorie beim HSC ungebrochen bleibt und bei uns irgendwann auf denselben Level steigt.

Also bleibt Coburg fest in HSC- Hand?
Natürlich ist der HSC Coburg Zuschauerkrösus, das hat er sich über Jahre erarbeitet. Aber: Immerhin steigen die Zuschauerzahlen beim BBC Coburg seit Jahren stetig an und es gibt viele interessante Sportevents in Coburg.
Sie tauschen sich öfters mit Wolfgang Heyder aus. Der Basketball-Experte und Ex-Manager des HSC Coburg gilt als heißer Kandidat auf den Geschäftsführer-Posten bei medi Bayreuth. Holen Sie sich Tipps von ihm?
Es wäre töricht von mir, nicht den einen oder anderen Rat von ihm zu holen. Er ist ein Top- Fachmann und hat unglaublich viel Hintergrundwissen.

Die ersten Neuzugänge machen bereits Lust auf mehr. Auf wie viele Topspieler dürfen sich die BBC-Fans denn noch freuen?
Die Teamplanung ist so gut wie abgeschlossen. Wir alle dürfen uns auf eine athletischere und spielstarke Mannschaft freuen. Da vertraue ich unserem "Königstransfer" Ulf Schabacker. Sollte noch ein richtig guter Spieler angeboten werden, werden wir natürlich in uns gehen.
Abschließend zum Fußball. Der FC Coburg, bei dem sie das Amt des Vorsitzenden übernommen haben, ist durchwachsen in die Landesliga-Saison gestartet. Sie haben die beiden Unentschieden gegen Röslau und vor allem das enttäuschende Spiel in Sonnefeld beobachtet. Was hat Ihnen dabei nicht gefallen?
Das Spiel in Sonnefeld wird sicher nicht in die Geschichte der ruhmreichen Spiele dieser Mannschaft eingehen! Im Klartext: Es war grottenschlecht. Auch gegen Röslau war es nicht gut. Mir fehlt die Leichtigkeit der letzten Rückrunde, es gibt erkennbar einige Baustellen. Dazwischen gab es aber ein überragendes Spiel beim Top-Favoriten Feucht auf Augenhöhe, das unglücklich verloren wurde.
Die Fragen stellte
Christoph Böger