In Neuenbürg im Mühlenweg 3 steht das ehemalige Wasserschloss, das vom Bezirk Mittelfranken bei der Denkmalprämierung in Ansbach ausgezeichnet wurde.

Die Geschichte von Schloss Neuenbürg bei Weisendorf ist durch mehrfache Zerstörung (1388 und 1449) und durch viele Besitzerwechsel im Laufe der Jahrhunderte gekennzeichnet, heißt es im Bericht des Bezirks. 1872 kaufte schließlich Friedrich Balduin Freiherr von Gagern nach seiner Dienstzeit als österreichischer Seeoffizier das ehemalige Wasserschloss. Bis heute befindet sich der von einem Park umgebene Bau im Besitz der Familie.

Im Kern stammt das mittelalterliche Weiherhaus aus dem 15. Jahrhundert. Im 17. und frühen 18. Jahrhundert wurde es umgestaltet und erweitert. Die unregelmäßige Vierflügelanlage gruppiert sich um einen Innenhof. An den ältesten Teil im Nordosten, dem sogenannten Steinernen Haus, schließen sich im Norden das Torhaus, das von einem Dachreiter bekrönt wird, und die weiteren Flügel an. Die schlicht verputzte Außenfassade fasst die einzelnen Baukörper optisch zusammen.

Innen und außen saniert

In der Objektbeschreibung wird weiter festgestellt, dass die 2012 als Innenrenovierung des südlichen Wohntrakts in Angriff genommenen Arbeiten sich schnell erweiterten um die Gesamtsanierung des Daches, zahlreicher Fenster und der Fassaden. Das gravierende Schadensbild der Dachkonstruktion hatte unbedingtes Handeln notwendig gemacht. Aufwändig wurde das Tragwerk zimmermannsmäßig repariert. Die Dächer wurden - teilweise unter Erhalt unbeschädigter historischer Ziegel - neu eingedeckt. Die Fassade hat man in Anlehnung an die barocke Farbigkeit in freskaler Kalktechnik verputzt und dabei die historischen Teile gesichert.

Mit größtmöglicher Sorgfalt und Könnerschaft wurden die barocken bleiverglasten Fenster im Südflügel restauriert und durch Winterfenster ergänzt. Hier hat man auch die umfangreiche historische Ausstattung - etwa Türen, Fußböden, Lamberien und Wandoberflächen - fachgerecht aufgearbeitet und die Räumlichkeiten bestandsschonend an zeitgemäße Wohnstandards angepasst.

Die umsichtige Sanierung gelang hervorragend und auf handwerklich höchstem Niveau. Dies ist zum einen vielen Unterstützern zu verdanken, vor allem aber ist es das Verdienst des Eigentümers, der einen beträchtlichen Teil der Arbeiten - nach Vorgabe der Restauratoren - in Eigenleistung übernommen hatte.

"Die Maßnahme ist vorbildhaft, in allen Details", heißt es abschließend in der Bewertung des Bezirks. red