"Mein Mandant ist unschuldig", sagte Rechtsanwalt Dieter Widmann in einer Verhandlung am Amtsgericht Forchheim unter dem Vorsitz von Strafrichterin Silke Schneider. Der Rechtsanwalt verteidigte einen 49-jährigen Hallstadter, der im vergangenen November gegen 3 Uhr früh in Forchheim mit seinem Kleintransporter beim Rückwärtsfahren ein parkendes Auto beschädigt und verschoben haben soll.
Und auch der Angeklagte sagte: "Ich habe den Schaden nicht verursacht." Rechtsanwalt Widmann hielt den Bericht des Gutachters für ungenau. Er war der Ansicht, dass darin nicht tatsächlich stehe, dass der Kleintransporter seines Mandanten den Unfall verursacht habe, sondern dass es nur wahrscheinlich sei. Richterin Schneider verwies darauf, dass ihr neben der gutachtlichen Feststellung auch Skizzen vorliegen: "Sonst kann ich mir in Zukunft Gutachter ja sparen." Rechtsanwalt Widmann meinte dazu, dass er einen Mandant neben sich sitzen habe, der aussagt, dass er das Vorgeworfene nicht gemacht und nichts gemerkt habe - also müsse der Sachverhalt anders sein.
Der Angeklagte gab an, dass er dort schon viele Male rückwärts in die Einfahrt gefahren sei. Sein Transporter sei alt und habe viele Dellen. Er hatte ein Gutachten eingereicht, in dem die Beulen fünf Tage vor dem Unfall dokumentiert worden waren. Allerdings waren in diesem nicht die neuen Dellen angeführt. Dafür schrieb der Gutachter des Gerichts, dass "die Schadenskompatibilität sicher gegeben sei." Der 30-jährige Autobesitzer war als Zeuge geladen. Er erzählte, dass er sein Auto am Abend abgestellt habe.
In der Nacht hatte er Dienst, aber er habe nichts bemerkt. Morgens waren schon Leute um sein Auto herumgestanden. Später habe ihn ein Kollege zum Auto gerufen. Da habe er gleich gesehen, dass die hintere Seite verschoben worden war. Die hintere Tür hatte eine Beule und konnte nicht mehr geöffnet.
Ihm ist dadurch ein Schaden von etwa 2000 Euro entstanden. Da Rechtsanwalt Widmann darauf bestand, den Gutachter befragen zu können, wurde die Hauptverhandlung unterbrochen. Sie wird am 3. August fortgesetzt. An diesem Tag soll dann auch der Gutachter befragt werden.