Georg Vonbrunn ist neuer Ortsbeauftragter des Malteser-Hilfsdienstes Altenkunstadt. Der frühere Bürgermeister der Gemeinde tritt die Nachfolge von Hermann Schilling aus Zapfendorf an, der zehn Jahre lang an der Spitze der MHD-Gliederung stand.

Vonbrunns Berufung und die Ehrung seines Vorgängers standen im Mittelpunkt eines Treffens von Mitgliedern des Ortsführungskreises und Vertretern der Malteser auf Diözesanebene im festlich geschmückten Versammmlungsraum des MHD-Zentrums. MHD-Diözesanleiter Christoph von Grafenstein bezeichnete Hermann Schilling als Malteser-Urgestein.

Während seiner jahrzehntelangen Tätigkeit habe Schilling das Bild der kirchlich-sozialen Hilfsorganisation in der Erzdiözese Bamberg mitgeprägt. Der Redner erinnerte an 1972, als Schilling den Maltesern beitrat. Als Erste-Hilfe-Ausbilder sei er in vielen Dörfern Oberfrankens im Einsatz gewesen und bei zahlreichen Feuerwehren habe er sich in der Sanitätsausbildung engagiert. "Eine Leidenschaft, die er schließlich zur Profession gemacht hat", sagte von Grafenstein.

2008 sei Schilling zum Ortsbeauftragten der Altenkunstadter MHD-Gliederung berufen worden. "Sie haben hier großartige Aufbauarbeit geleistet und die Ortsgruppe hervorragend betreut. Wir wussten immer, was wir an Ihnen haben", bescheinigte von Grafenstein dem Mitarbeiter. Der Diözesanleiter dankte Schilling für sein segensreiches Schaffen und überreichte unter Beifall eine Urkunde und die goldene Ehrennadel der Malteser.

"Wenn wir dich gebraucht haben, warst du da", würdigte der Altenkunstadter MHD-Dienststellenleiter Klaus Schnapp das Wirken des scheidenden Ortsbeauftragten. Im Namen der Ortsgruppe und der Diözesan-Geschäftsstelle überreichte er Schilling einen Präsentkorb.

"Ich bin immer sehr gern nach Altenkunstadt gekommen. Und wenn ihr mich braucht, bin ich selbstverständlich auch künftig für euch da", erklärte Schilling. Lobende Worte fand er für seinen Stellvertreter und langjährigen Wegbegleiter Klaus Schnapp: "Du hast hervorragende Arbeit geleistet. Wir waren zwar nicht immer einer Meinung, aber wenn es um die Sache ging, waren wir ein Herz und eine Seele."

Höhepunkt des Abends war die Berufung von Georg Vonbrunn zum neuen Ortsbeauftragten der Altenkunstadter Malteser-Gliederung. Diözesanleiter Christoph von Grafenstein und Diözesan-Geschäftsführerin Claudia Ramminger, die die Veranstaltung moderierte, wünschten Georg Vonbrunn für sein neues Amt eine "glückliche Hand" und überreichten die Ernennungsurkunde.

"Ich freue mich auf meine neue Aufgabe", versicherte Vonbrunn. Er werde sein Bestes tun, doch ohne Unterstützung werde es nicht funktionieren. Unterstützung wird der Altbürgermeister von Hermann Schilling erhalten, der mit einer Urkunde zum stellvertretenden Ortsbeauftragten berufen wurde. Im weiteren Verlauf des Abends informierte stellvertretender Diözesan-Geschäftsführer Christian Stock über eine Führungskräftetagung mit dem Schwerpunktthema Ehrenamtliche Mitarbeit und deren Zukunft. So wolle man auf Diözesanebene im ersten Halbjahr 2019 zur Gewinnung ehrenamtlicher Kräfte mehrere Workshops anbieten.

Außerdem werden die Malteser einen Preis ausloben. "Für die MHD-Ortsgruppe, die 2019 die meisten Mitglieder hinzugewinnt, richten wir ein Fest aus", erklärte Stock. Ein geselliges Beisammensein rundete den Abend ab. bkl