Zwei wichtige Punkte legten sich die Bamberger Brose-Basketballer am späten Sonntagabend mit dem 80:73-Sieg über den Tabellendritten aus Ludwigsburg ins Osternest. Dieser Erfolg war ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Play-offs, zumal die auf Rang 9 lauernden Ulmer mit der Heimniederlage gegen Bonn einen Rückschlag verdauen mussten.
Einen solchen gab es für das Brose-Team schon vor dem Sprungball: Zu den Langzeitverletzten Elias Harris, Patrick Heckmann und Bryce Taylor gesellte sich auch noch Ricky Hickman, der wegen einer Daumenverletzung einige Wochen ausfällt. Aufgrund der Ausländerbeschränkung in der BBL pausierte zudem Luka Mitrovic.


Hickman fällt länger aus

Ungeachtet des ausgedünnten Kaders nahmen vor allem Dorell Wright und Maodo Lo in den starken ersten 17 Minuten (41:21) die Überraschungsmannschaft dieser Saison nach allen Regeln der Kunst auseinander. Aber Ende des zweiten und im dritten Viertel kam der deutsche Meister ins Schwimmen. Das Brose-Team leistete sich nun gegen die bissige Verteidigung der Truppe von Trainer John Patrick zahlreiche Ballverluste (insgesamt 15/Ludwigsburg 8). Nach 28 Minuten waren die Gäste bis auf 49:52 dran.Vier Minuten vor dem Ende betrug der Bamberger Vorsprung gar nur noch einen Zähler (69:68). Doch die Hausherren bewiesen am Ende starke Nerven. Daniel Hackett sowie Nikos Zisis verwandelten in der entscheidenden Phase jeweils vier Freiwürfe, so dass Freak City in diesem Krimi einen wichtigen Sieg feiern durfte.
Nicht gewachsen war das Trio um Hauptschiedsrichterin Anne Panther dieser auf Play-off-Niveau geführten Partie. Ihre unglücklichen Entscheidungen brachten die Akteure auf und neben dem Spielfeld in Rage.


Wright lobt die jungen Spieler

"Die Ludwigsburger haben gut gespielt, das Spiel hässlich und sehr physisch gemacht. Sie starteten einen tollen Lauf, aber wir haben in der Schlussphase unsere Arbeit erledigt", analysierte Dorell Wright, der 17 Punkte und zehn Rebounds zum Sieg beisteuerte. "Jetzt freuen wir uns darauf, dass die Euroleague-Saison zu Ende geht und die Spielbelastung etwas weniger wird. Wir gehen dann sicher mit frischeren Beinen in die Spiele. Aber uns ist es auch jetzt schon gelungen, der physischen Spielweise der Ludwigsburger zu begegnen. Vor allem wie unsere jungen Spieler reagiert haben, war großartig", lobte der Ex-NBA-Profi den Einsatz von Maodo Lo und Ali Nikolic.
"Die Aggressivität der Ludwigsburger brachte uns wirklich in Schwierigkeiten. Aber ich muss meinen Spielern gratulieren, denn sie haben in dieser sehr intensiven Partie einen Weg gefunden, den Sieg zu sichern. Wichtig war auch, dass wir das Reboundduell gewonnen haben", freute sich Trainer Luca Banchi über den hart erkämpften Sieg. Gut möglich, dass es bereits im Play-off-Viertelfinale ein Wiedersehen zwischen diesen beiden Teams gibt.