Christiane Reuther Das Bündnis für Familien und Senioren in Knetzgau ist einst aus der Initiative "Lokale Bündnisse für Familien" des Bundesfamilienministeriums entstanden. Vor acht Jahren wurde in Knetzgau dieses Bündnis von Bürgern für Bürger gegründet. In ihm engagieren sich Ehrenamtliche auf kommunaler Ebene. "Das vielfältige Engagement ist ein fester Bestandteil der Gemeinde und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken", sagte Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) am Montagabend während der Gemeinderatssitzung.

Er leitete auf den Bericht von Gemeindemitarbeiter Thomas Zettelmeier über, der seit September 2012 die Veranstaltungen des Bündnisses koordiniert. In seinem Bericht ging Zettelmeier detailliert auf die Arbeit im Bündnis ein. Mehr als 300 Veranstaltungen wurden im letzten Jahr angeboten, die auch größtenteils für das laufende Jahr gelten. Für die aktuellen Angebote wurde ein Flyer erstellt, der nur einen Bruchteil des vielfältigen Engagements im Bündnis aufzeigt. Alle Veranstaltungen sind ehrenamtlich organisiert und durchgeführt und zwang- und kostenlos, wie Zettelmeier erklärte. Neben allgemeinen Veranstaltungen beinhaltet das Angebot des Bündnisses beispielsweise einen Computerkurs und einen Männertreff im alten Rathaus in Knetzgau sowie die Fahrten im Bürgerbus, die für Senioren zum Einkaufen gedacht sind. Aber auch das Bündniscafé in Knetzgau und das Café im offenen Treff in Westheim zählen dazu. Zusätzlich kommen noch diverse Veranstaltungen im offenen Treff Westheim dazu wie Spieleabende, Filzen und Seniorennachmittage. Zudem zählen die Treffen der Interessensgruppen des Männertreffs für Stadt- oder Betriebsbesichtigungen, Radtouren, Wanderungen oder Motorradausflüge sowie die Unterstützung zum Gelingen der Integration im Freundeskreis Asyl zum ehrenamtlichen Engagement.

Beifall für den Einsatz

Bürgermeister Stefan Paulus und der Knetzgauer Gemeinderat würdigten die Arbeit von Thomas Zettelmeier mit Beifall für seine Leistung.

Der Unterschwappacher Ortssprecher Günter Englert stellte einen Antrag, den er während der Sitzung vorlegte - und den der Gemeinderat bei drei Gegenstimmen ablehnte. Sein Anliegen ist die Verlängerung der Wasserleitung im Erschließungsgebiet "Waldmann" in Unterschwappach. Der Ortssprecher erläuterte, dass er von Bürgern aus Unterschwappach angesprochen wurde, wonach es Sinn mache, eine Stichleitung vom Wendehammer in der Mitte der Ortschaft bis zum Feuerwehrhaus zu legen, zumal momentan die Straße für Kanalarbeiten offen liegt. Dies wäre mit Mehrkosten von etwa 20 000 Euro und dem Einsatz des Bauhofes verbunden, meinte er.

Bürgermeister Stefan Paulus bedauerte, dass die Gemeinde in diesem Zusammenhang keine Investitionen mehr tätigen könne. Paulus erinnerte an die Erschließung des ehemaligen Grundstücks "Waldmann", das die Gemeinde Knetzgau von den ehemaligen Besitzern erwarb.

Der Bürgermeister hatte sich damals eingesetzt, dass es bei den ursprünglichen Grundstückspreisen von 70 Euro bleibt. Umgelegt auf die Grundstücke hätte die Gemeinde 96 Euro verlangen müssen. Paulus erinnerte, dass er damals mitgeteilt habe, dass es beim Einhalten der niedrigeren Grundstückspreise keine Sonderwünsche mehr geben dürfe. Die Mehrkosten wären aus Sicht des Bürgermeisters nicht zu rechtfertigen. Außerdem würde sich in diesem Gebiet durch einen sehr geringen Durchfluss in der Wasserleitung die Gefahr einer Verkeimung erhöhen.