Über zwei Stunden dürfen die Zuschauer beim neuen Stück der Berndorfer Kirchenmäuse mitfiebern, mitzittern, mitlachen. Es geht turbulent zu auf der Bühne - der Comedy-Thriller von Norman Robbins "Schau nicht unters Rosenbeet" ist spannend, derb und gespickt mit tiefschwarzem britischem Humor. Am Freitag, 10. November, ist Premiere.


Publikum darf miträtseln

Das Stück spielt auf dem etwas heruntergekommenen Familiensitz der Henks im Süden von London. Das Familienoberhaupt ist unter mysteriösen Umständen gestorben. Es hinterlässt sechs seltsame Kinder und ein stattliches Erbe, um das - wie könnte es anders sein - ein heftiger Streit ausbricht. Keiner gönnt dem anderen auch nur einen Brotkrümel, schon gar nicht den beiden "Fremden", die als Butler und Krankenschwester mit im Haus wohnen.
Als dann der Anwalt der Familie, der selbst scharf auf die Kohle ist, verkündet, eine berühmte Schriftstellerin sei zur Haupterbin eingesetzt worden, geht alles drunter und drüber. Nach und nach sterben die Erben - erstochen, erschossen, erwürgt oder vergiftet. Und das Publikum darf miträtseln, wer hinter all den Morden steckt. Keine Frage, bei dem neuen Kirchenmäuse-Stück, bei dem Christa "Bibi" Bialas-Müller Regie führt, macht sich Gänsehautfeeling breit - darauf kann man Gift nehmen.
Mitwirkende sind Katja de Ridder, Talitha Kemnitzer, Deborah Kemnitzer (neu), Ingrid Erhardt, Elena Scheler, Martin Geiger, Björn Müller, Joachim Rabold, Dietmar Hofmann und Harald Kretter.
Letzterer - ein echtes Kirchenmäuse-Urgestein - ist kurzfristig für Barbara Rabold eingesprungen, die sich bei den Proben schwer am Knie verletzt hat. Sie hätte die mysteriöse Haushälterin gespielt, Kretter interpretiert diese Rolle nun als Butler. In nur drei Wochen den Text zu lernen, war gar nicht so einfach. Als Souffleur fungiert Simon de Ridder, als Techniker Luca Barcatta. Das Bühnenbild stammt von Heinz Sesselmann.
Neu ist, dass die Sonntagsaufführungen bereits um 17 Uhr beginnen. Der Erlös wird wie immer für soziale Zwecke verwendet. red