In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (VHS) bieten die Haßberg-Kliniken auch in diesem Herbst eine Reihe mit kostenlosen Gesundheitsvorträgen im Konferenzhaus des Ärztehauses 1. Zum Auftakt widmet sich am Montag, 24. September, ab 19.30 Uhr Olaf Anders, Leitender Arzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) für Unfallchirurgie, Chirurgie und Orthopädie in Haßfurt, dem Thema "Gelenkverschleiß - muss denn immer gleich operiert werden?"

Heilung nicht möglich

"Eine Heilung von Arthrose ist nicht möglich", erklärt Anders. Wer an Gelenkverschleiß leidet, bei dem können nur die Symptome behandelt, aber nicht die Ursachen bekämpft werden. "Es geht dann darum, die Beschwerden so gut wie möglich zu lindern und, trotz der Krankheit, einen Gewinn an Lebensqualität zu erreichen."

Mit schätzungsweise fünf Millionen Menschen, die alleine in Deutschland betroffen sind, hat die Arthrose längst den Rang einer Volkskrankheit. Die Tendenz ist, nach Zahlen der deutschen Arthrose-Hilfe, steigend. Mehr als zwei Millionen Menschen haben täglich Schmerzen in den betroffenen Gelenken. Meist sind bis zu sechs Bereiche im Körper betroffen.

Über Ursachen, Therapiemöglichkeiten, aber auch über darüber, wie man einer Arthrose vorbeugen kann, berichtet Olaf Anders bei seinem Vortrag.

"Unter Arthrose versteht man einen weit fortgeschrittenen Gelenkknorpelverschleiß", führt der Mediziner aus. Am häufigsten von einer Arthrose betroffen seien Hände, Finger, Knie und Hüften. Aber auch alle anderen Gelenke können befallen sein.

Ältere sind häufiger betroffen

"Der Übergang ist fließend und fortschreitend", erläutert Anders. In den meisten Fällen entwickelt sich der Gelenkknorpelverschleiß durch Überlastung oder Verletzungen. Zu hohes Körpergewicht, ein Unfall oder Fehlbelastungen können den Verschleiß beschleunigen.

Ältere Menschen leiden dabei häufiger unter einer Arthrose als jüngere. Ab dem 60. Lebensjahr sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen, vor dem 30. Lebensjahr nur 1,6 Prozent.

In seinem Vortrag wird Olaf Anders auch aufzeigen, wie die Krankheit allgemein und speziell in Haßfurt behandelt werden kann. Die Ansätze reichen dabei von konservativen Therapien, wie Medikamenten, Spritzen, Akupunktur oder Physiotherapie bis hin zu operativen Maßnahmen wie dem endoprothetischen Gelenkersatz. Der sollte aber stets nur die letzte mögliche Option sein.

"Vorbeugen ist möglich", sagt Olaf Anders und nennt sowohl eine gesunde Verhaltensweise als auch eine vorwiegend pflanzlich basierte Ernährung, aber auch viel Bewegung und Kräftigung der Muskeln als Ansatzpunkte.

Anmeldungen zu dem Vortrag sind unter der Telefonnummer 09521/94200 oder unter www.vhs-hassberge.de nötig. red