Volksfeststimmung bei der Feuerwehr Proß: Endlich ist für die Floriansjünger der Traum von einem neuen Fahrzeug in Erfüllung gegangen. Nicht nur die 35 Aktiven und ihre Angehörigen feierten in Gundersreuth, sondern auch die Wehren aus dem Umkreis waren gekommen sowie zahlreiche Vereine und Politiker.
Das neue Fahrzeug der Feuerwehr Proß hat den Titel "Florian Proß 46/1". Es soll den alten Anhänger aus dem Jahr 1973 ersetzen.
"Den ersten Antrag auf ein Fahrzeug mit Atemschutz und Wasservorrat haben wir am 13. Dezember 2002 gestellt", blickte der Vorsitzende der Proßer Wehr, Jörg Steinhäuser, zurück. Doch die Beschaffung des 173 000 Euro teueren Gefährts dauerte. "Zwischendurch lagen die Nerven blank", erinnerte der Vorsitzende. Aber es gab ein glückliches Ende: "Am 27. Juli haben wir unser neues Fahrzeug aus Görlitz abgeholt." Seitdem wird mit dem neuen Wagen geübt, der vielfältige technische Möglichkeiten bietet.
"Eine moderne Ausrüstung ist teuer. Bei unseren Feuerwehren steht nicht das Material, sondern es stehen die Menschen, die Dienst leisten, im Fokus", betonte Bürgermeister Robert Bosch (CSU). Insgesamt gibt der Markt 400 000 Euro in diesem Jahr für die Wehren aus. Mit 173 000 Euro ist das neue Fahrzeug der Proßer die größte Investition.
Das Land Bayern hat einen Zuschuss in Höhe von 43 000 Euro gewährt, die Feuerwehr hat für die Ausstattung aus eigener Tasche weitere 1000 Euro dazugegeben. "Dieses Fahrzeug gewährleistet den Brandschutz im südlichen Landkreis", betonte der Mainleuser Bürgermeister.
"Wir hatten im südlichen Landkreis bei der Versorgung mit Atemschutz und Wasser tatsächlich einen weißen Fleck. Der Fleck ist jetzt verschwunden", sagte Kreisbrandrat Stefan Härtlein. Härtlein unterstrich, dass die Proßer Wehr eine starke Mannschaft sei und wünschte sich Einsatzstärke - auch tagsüber. Denn in der Praxis ist die Verfügbarkeit der Floriansjünger während der Arbeitszeiten tatsächlich vielerorts schon ein Problem.
"In Bayern wird das Ehrenamt hochgehalten, anders könnten wir die Sicherheit gar nicht gewährleisten", sagte die Vizepräsidentin den Landtages, Inge Aures.
Landrat Klaus Peter Söllner zeichnete dann Kommandant Volker Steinhäuser und Markus Teller mit dem silbernen Abzeichen aus. Beide sind seit 25 Jahren bei der Feuerwehr Proß aktiv, engagieren sich auch in weiteren Vereinen.
Pfarrer Klaus Spyra segnete das Fahrzeug, die Chorgemeinschaft Döllnitz-Proß umrahmte die Feier musikalisch.