Kann es gut gehen, wenn gleich vier Dirigenten - zwei Männer und zwei Frauen - bei einem einzigen Konzert den Taktstock schwingen? Diese Fragen können die Besucher des Konzertes "Jauchzet Gott in allen Landen" in der katholischen Kirche St. Hedwig mit einem klaren Ja beantworten.
Es handelte sich bei dem Kirchenkonzert nicht um irgendein Konzert, sondern für Maximilian Leindecker, Anne Barkowski, Tobias Kraft und Sabine Behr ging es um viel: Die vier jungen Musiker studieren an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth und präsentierten in der katholischen Kirche in Kulmbach ihr Abschlusskonzert.
Den schwersten Stand hatte Maximilian Leindecker. Denn er war als Erster an der Reihe. Mit dem berühmten Bach-Werk "Jauchzet Gott in allen Landen" eröffnete Leindecker den Konzertabend. Anne Barkowski hatte sich "Inclina, Domine", ein Stück nach Psalm 85, ausgesucht. Eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn bei "Inclina, Domine" traten der Katholische Kirchenchor Kulmbach und der Kammerchor der Hochschule für Kirchenmusik gemeinsam auf und mischten sich zu einem einheitlichen Klangkörper.
Auch der dritte Dirigent, Tobias Kraft, hat sich ein Cherubini-Stück ausgesucht: "Tantum ergo". Tobias Kraft leitete anschließend noch den ersten Satz des Requiems von Gabriel Fauré. Dann gab er den Taktstock an die Leiterin des Kirchenchors von St. Hedwig, Sabine Behr, weiter, die das gemeinsame Konzert angeregt hatte. Die Kulmbacher Sänger gaben ihr Bestes. Unterstützt wurden sie vom Kammerchor der Hochschule für Kirchenmusik Bayreuth. "Dieses Konzert ist ein gutes Beispiel, wie es gelingen kann, dass Laien und Profis gemeinsam musizieren", kommentierte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Generalmusikdirektor Stefan Fraas.