Die Kindertagesstätte "Abenteuerland" und der Hort an der Verbandsschule Neuenmarkt-Wirsberg erfreuen sich bei den Eltern großer Beliebtheit. Dies stellte Bürgermeister Siegfried Decker (NG) am Beginn der Gemeinderatssitzung am Montagabend fest. Dazu passte auch der Sachstandsbericht der Leiterin der Kindertagesstätte, Sylvia Düreth, und die Ausweitung des Beitragszuschusses auf die gesamte Kindergartenzeit im Rahmen der Kinderbetreuung.

Mit Wirkung vom 1. April werden die Elternbeiträge mit 100 Euro pro Monat bezuschusst. Dies gilt für Kinder, die 2018 oder früher das dritte Lebensjahr vollendet haben und noch nicht in die Schule gehen. Geplant ist ab 2020 eine Beitragsentlastung auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zum Übergang in die Kita-Zeit in Höhe von bis zu 100 Euro - begrenzt auf tatsächlich anfallende Betreuungskosten und ein Bruttojahreseinkommen der Familie bis zu 65 000 Euro. Der entsprechende Gesetzentwurf wird derzeit ausgearbeitet.

99 Kita-Plätze

An der Kita Neuenmarkt werden gegenwärtig 24 Krippen-, 75 Kindergarten- und 30 Hortplätze bereitgehalten. Hinzu kommen noch vier Ganztagsklassen in gebundener Form. Eine in der 3. Klasse und je eine in den Klassen 5, 7 und 9. Die Abwicklung und Auszahlung des Beitragszuschusses erfolgt, wie Bürgermeister Siegfried Decker berichtete, über die Gemeinde Neuenmarkt im Rahmen der kindbezogenen Förderung nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz: "Eltern müssen diesbezüglich keinen Antrag stellen. Das ist eine finanzielle Entlastung der Eltern. Die Umsetzung und Abrechnung mit den Eltern erfolgt dann über den eigentlichen Träger, in unserem Fall über die evangelische Kirchengemeinde."

Die kindbezogene Förderung betrug im letzten Jahr 507 000 Euro; darauf erhielt die Gemeinde Neuenmarkt vom Freistaat Bayern eine Förderung von 276 074 Euro. Die Nachfrage an der Kindertagesstätte "Abenteuerland" hält nach Worten des Gemeindeoberhauptes unvermindert an: "Die von den Eltern gebuchten Zeitfenster werden länger. Vor allem Alleinerziehende und berufstätige Eltern wünschen sich immer mehr eine ,Rund-um-die-Uhr-Versorgung' und eine Betreuung in den Ferien. Dies stellt die Betriebsträger und die Kommunen vor erhebliche Herausforderungen. Hinzu kommen noch unterschiedliche pädagogische Konzepte und das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern, die häufig zu einem interkommunalen Wettbewerb der Einrichtungen führen."

Kosten gestiegen

Die Kosten für die Betreuung der Kinder im Vorschulalter seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bürgermeister Decker dazu: "Sie stellen auch in unserem Haushalt einen der größten Ausgabeposten dar. Wir rechnen 2019 mit Aufwendungen von 758 000 Euro, und nach Abzug der staatlichen Förderung erwarten wir ein Defizit von etwa 300 000 Euro." Die Kommunen hoffen sehr, so Decker dass die vom Bund bereitgestellten zusätzlichen Mittel aus dem "Gute-Kita-Gesetz" an die Gemeinden weitergeleitet werden. Das Gesetz ist seit Anfang 2019 in Kraft und soll die Weiterentwicklung der Qualität in der Kinderbetreuung stärken.

Forstingenieur Johannes Wurster stellte dem Gemeinderat den Abschlussbericht des Baumkatasters vor. Danach ist die Gemeinde Neuenmarkt für den verkehrssicheren Zustand ihrer Bäume verantwortlich und grundsätzlich verpflichtet, Schäden durch Bäume an Personen oder Sachen zu verhindern. Bürgermeister Decker verwies in diesem Zusammenhang auf eine Untersuchung einer Kastanie am Kinderspielplatz in Hegnabrunn, für die die Firma Maschinenbau Pistor, Hegnabrunn/ Neuenmarkt, die Hälfte der Kosten übernommen hat. Die Folge war, dass damit nach einer Kronenpflege der Bestand der Kastanie gesichert werden kann.