Insgesamt 350 Väter im Landkreis Haßberge, deren Kind im Jahr 2014 geboren wurden, haben Elterngeld bezogen. Gemessen an der Gesamtzahl der geborenen Kinder liegt deren Anteil bei 48 Prozent (2013: 40,8 Prozent), wie die Krankenkasse IKK classic mitteilte. Somit nutzt fast jeder zweite Papa dieses Angebot, um sich um die Betreuung und Erziehung seines Kindes zu kümmern. "Die männlichen Elterngeldbezieher im Landkreis liegen damit über dem bayerischen Schnitt von 41,7 Prozent", verdeutlicht Markus Neumeier, Pressereferent der Krankenkasse, anhand der aktuellen Elterngeldstatistik des Statistischen Bundesamts. Die durchschnittliche Bezugsdauer lag bei den Vätern bei 2,6 Monaten.


Unterschiedliche Summen

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich laut Krankenkasse nach dem Nettoeinkommen, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte. Grundlage der Berechnung sind in der Regel die Lohn- und Gehaltsbescheinigungen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes.
Das Elterngeld ersetzt mindestens 65 Prozent des nach der Geburt des Kindes wegfallenden monatlichen Erwerbseinkommens.
Es beträgt mindestens 300 Euro bis maximal 1800 Euro. Im Kreis Haßberge liegt das durchschnittliche monatliche Elterngeld bei den Vätern bei 1175 Euro, das der Mütter bei 724 Euro. Übrigens: Den Mindestbetrag von 300 Euro erhalten auch Eltern, die vor der Geburt kein Erwerbseinkommen hatten.


Zahlungsmodalitäten

Während der Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber eingereicht werden muss, wird das Elterngeld bei der zuständigen Elterngeldstelle beantragt. Jeder Elternteil kann für sich einen Antrag auf Elterngeld stellen, heißt es weiter.
Der Antrag muss nicht sofort nach der Geburt des Kindes vorgelegt werden. Rückwirkend werden Zahlungen indes nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet, in dem der Antrag auf Elterngeld eingegangen ist. red