Im Dekanat Bamberg gab es 45852 Wahlberechtigte in 13 Pfarreien, die über 208 Kandidaten für den Pfarrgemeinderat abstimmten. 145 wurden gewählt, 59,3 Prozent davon sind Frauen. Einer der Gewählten stellte sich dem Interview mit unserer Zeitung: Christoph Brey, 40 Jahre alt, Pädagogischer Leiter, gehört nun zum Pfarrgemeinderat von St. Martin.

Sie sind in den Pfarrgemeinderat von St. Martin gewählt worden. Warum haben Sie sich denn dazu entschieden, dafür zu kandidieren?
Christoph Brey: Seit meine Frau und ich im Jahr 2013 sehr herzlich in der Pfarrei St. Martin aufgenommen wurden, haben wir uns hier auch ehrenamtlich engagiert. Im Pfarrgemeinderat möchte ich in Zukunft versuchen, meine Talente und Fähigkeiten einzubringen. Ein Engagement für unsere Kirche und das Evangelium sollte für alle Christen quasi "Ehrensache" sein.
Welche Möglichkeiten haben sie als Ratsmitglieder, das Gemeindeleben mitzugestalten?
Man hat sehr viele Möglichkeiten das Gemeindeleben mitzugestalten, jeder kann dies nach seinen Möglichkeiten tun. Der Pfarrgemeinderat hat verschiedene Aufgaben, das reicht von der Mitgestaltung des liturgischen und spirituellen Angebots der Pfarrei, über Engagement für die Mission oder die jungen Leute und Senioren bis hin zur Organisation von Festen und Feiern. Hier könnte man noch viele Punkte nennen.

Ratsmitglied ist auch der Pfarrer. Bedeutet das, dass die Laien nur abnicken, was er für richtig hält?
Dass der Pfarrer Mitglied im Pfarrgemeinderat ist, ist selbstverständlich. Das Gremium hat vor allem - auch gemäß der Satzung - beratende Funktion. Es soll den Pfarrer in seiner Leitungsaufgabe entsprechend unterstützen und beraten, sowie eigene Impulse aus dem je eigenen Lebensbereich einbringen. Es darf gerne auch kontrovers diskutiert werden. Der Pfarrgemeinderat ist keinesfalls nur ein Gremium der Ja-Sager, das abnickt, was der Pfarrer will.

Was verstehen Sie unter Laienapostolat?
Apostolisch oder missionarisch sollte jeder Christ tätig sein, ganz unabhängig davon, ob Laie oder geweihter Amtsträger. Diesen Auftrag haben wir von Jesus selbst bekommen. Durch die Taufe und die Firmung sind wir bestärkt und berufen, Zeugnis für unseren Glauben abzulegen. Das Thema "Mission" oder "Neu-Evangelisierung" ist heute wichtiger denn je!

Die Fragen stellte
Marion Krüger-Hundrup.