Zum Antrag der SPD-Stadtratsfraktion, der Oberbürgermeister solle sich rum bemühen, dass in Coburg ein Tatort gedreht wird: Die SPD Coburg stellt im Stadtrat einen Antrag, dass einer der nächsten oder gleich der nächste Frankentatort in Coburg gedreht wird. Eine nette Idee, aber muss sich darum ein Bürgermeister kümmern? Ernsthaft? Das Drehbuch für den Tatort Coburg liegt doch schon längst vor. Stoff gibt es schließlich genügend. Da wäre der Kampf mit den Kosten für das Landestheater, da wäre der Thriller um den Gesundheitscampus auf der Bertelsdorfer Höhe. Daraus ergibt sich direkt der Schrei nach neuen Proberäumen der ohnehin zu wenig beachteten Mucker-Szene Coburgs. Die Kreativen stehen nämlich auf der Straße, wenn die Gesundheits-Campus Pläne Realität werden.

Ein "Bau-Drama" nächster Art ist am Güterbahnhof im Gange. Hier kämpft der OB gegen die eigene Fraktion und jetzt, getreu dem Motto Brot und Spiele für die Coburger, soll es der Frankentatort richten und der Oberbürgermeister hat sich, so will es seine eigene Fraktion, gefälligst darum zu kümmern. Solche Ideen werden im Hintergrund eingefädelt. Dafür gibt es in der Stadt ohnehin schon Zuständigkeiten, oder wurde dieses Aufgabengebiet nach dem Weggang von Michael Böhm etwa nicht neu besetzt? Einen Titel für den Coburger Tatort hätte ich schon: Viel Nichts um viel Lärm!

Oliver Schneider, Coburg