Eingeladen nach Oberhaid zum nunmehr neunten Kreisfeuerwehrkindertag des Landkreises waren am Samstag die Kinderfeuerwehren. Die Feuerwehr Oberhaid hatte hierfür in diesem Jahr die Ausrichtung übernommen.

Bereits zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis unterhalten heute eine Kinderfeuerwehr,

in denen Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit entsprechender Betreuung erfahren, wichtiger Bestandteil ist hier natürlich auch die Brandschutzfrüherziehung und weiter das Heranführen an die nachfolgende Jugendfeuerwehr, teilt Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann mit.

Rund 170 Kinder von 15 teilnehmenden Kinderfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis folgten schließlich diesem Aufruf, um in einem spielerischen Wettkampf nicht zuletzt auch um den begehrten Wanderpokal für die Siegesmannschaft zu wetteifern. An insgesamt zehn Stationen galt es verschiedenste Aufgaben mit viel Geschicklichkeit und auch Schnelligkeit zu bewältigen. So erforderte etwa das Durchschleusen eines Golfballes durch einen Feuerwehrschlauch echtes Teamwork der einzelnen Gruppen, die jeweils aus vier Kindern bestanden.

Auch Einzelleistungen waren abgefragt, so galt es etwa an der Station Schlauchkegeln für jedes der Kinder, mit einem Feuerwehrschlauch möglichst viele Flaschen umzukegeln und Punkte zu sammeln. Nicht zuletzt galt es für die Gruppen aber auch, an den Stationen möglichst viele Wertungspunkte für eine gute Platzierung zu sammeln. So konnten bei der anschließenden

Siegerehrung im Gerätehaus der Feuerwehr Oberhaid dann auch die drei erstplatzierten Mannschaften jeweils einen Pokal in Empfang nehmen. Überreicht wurde dieser durch Landrat Johann Kalb, Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann sowie Bürgermeister Carsten Joneitis, die mit ihrer Anwesenheit die Wichtigkeit des Kinderfeuerwehrtages unterstrichen.

Über den ersten Platz freuen durften sich die "Löschfrösch" aus Priesendorf, die "Löschdrachen" aus Tiefenpölz durften den Pokal für den zweiten Platz mit nach Hause nehmen, gefolgt von der Kinderfeuerwehr Kemmern auf dem dritten Platz.

In einer Laudatio maß Markus Günthner, Erster Kommandant der Feuerwehr Oberhaid, gerade den Kinderfeuerwehren eine enorm wichtige Bedeutung zu. Das heutige Rettungswesen in Deutschland sei eines der am besten ausgebauten der Welt, gründe aber andererseits bis heute im Wesentlichen auf ehrenamtliche Kräfte. Im Zeitalter von Smartphones, Spielekonsolen und unzähligen sonstigen Beschäftigungsmöglichkeiten sei es daher umso wichtiger, schon frühzeitig eine Alternative anzubieten, in welcher ein gemeinschaftliches Miteinander und auch das Helfen zu den Grundwerten gehöre und gelebt werde. Nur so können bei den Rettungsorganisationen der Grundstein für die Retter von morgen gelegt werden. red