Das Osterwochenende bringt wieder einmal Spitzensport nach Bamberg, denn im Sportpark Eintracht kommt es zum Champions-League-Finalturnier der Sportkegler. Es sind die besten vier Damen- und Herrenmannschaften Europas zu Gast in der oberfränkischen Domstadt. Die acht Finalteilnehmer kommen aus sechs Ländern.
Im Teilnehmerfeld der Damen stehen der tschechische Meister KK Slovan Rosice mit der Ex-Bambergerin Nadja Dobesova, der rumänische Vizemeister C.S. Electromures Romgaz Targu Mures, der slowenische Meister KK Celje sowie die Lokalmatadorinnen vom SKC Victoria Bamberg. Bei den Herren spielen der deutsche Meister SKV Rot-Weiß Zerbst, der slowakische Meister SK Zeleziarne Podbrezova, der ungarische Vizemeister und Bamberg-Bezwinger Alabardos Szegedi TE sowie der KC Schwabsberg um den Titel. Das zweite Team aus Deutschland feiert seine Premiere beim Final Four.


Eröffnungsfeier am Freitag

Bereits am Freitag kommt es zur technischen Besprechung und zur Eröffnungsfeier auf der Kegelbahn der Stiftung Eintracht, ehe am Samstag die Halbfinalspiele beginnen. Bereits um 9 Uhr kommt es hier zu einem Höhepunkt im Damenkegeln, wenn der Lokalmatador und Titelverteidiger SKC Victoria Bamberg auf die slowenische Übermannschaft vom KK Celje trifft. Die Gäste haben sich in der ersten Runde gegen den BSV Voith St. Pölten durchgesetzt und sich anschließend gegen den ungarischen Titelträger Rakoshegyi Vasutas mit zwei Siegen für das Finalturnier qualifiziert.
Bamberg hingegen musste als Weltpokalsieger nur einmal antreten und hat die Aufgabe gegen KK Kranji mit Bravour gelöst, da sich der SKC Victoria im Hin- und Rückspiel jeweils durchsetzte. Im Bamberger Lager hofft man natürlich, dass sich die Victoria-Damen für das Finale am Ostersonntag qualifizieren, um die Finalniederlage aus dem Jahr 2016 - damals ebenfalls im Sportpark Eintracht - vergessen zu machen.


Ex-Bambergerin in Aktion

Direkt im Anschluss kommt es am Samstag zum zweiten Halbfinale der Damen. Hier trifft das Team der Ex-Bambergerin Nadja Dobesova, KK Slovan Rosice, auf den rumänischen Vertreter C.S. Electromures Romgaz Targu Mures, der sich vor der Saison mit der ungarischen Weltklassespielerin Anita Mehesz verstärkt und im Oktober nur haarscharf den Sieg beim Europapokal verpasst hat. Die Sieger beider Halbfinals kämpfen am Sonntag um 10.30 Uhr im Finale um die Kegelkrone der NBC-Champions-League. Das Spiel um Platz 3 findet zuvor um 8 Uhr statt.
Nach den Halbfinalspielen der Damen sind am Samstag die Herren im Einsatz. Hier treffen im ersten Halbfinale (14 Uhr) die Teams vom SKV Rot-Weiß Zerbst, der Titelverteidiger aus Deutschland, und Alabardos Szegedi aus Ungarn aufeinander. Die Ungarn waren auch der Stolperstein für die Bamberger Herren im Viertelfinale, nachdem sie zuvor den kroatischen Meister aus Split aus dem Wettbewerb geworfen hatten. Die Zerbster zogen sicher ins Finalturnier ein. In den Spielen gegen Fugger Sterzing und Composites Neunkirchen schafften sie insgesamt vier Siege.
Direkt im Anschluss stehen sich im zweiten Halbfinale (16.30 Uhr) der KC Schwabsberg und SK Zeleziarne Podbrezova gegenüber. Die Württemberger von der Ostalb haben sich in der ersten Runde gegen Cluj aus Rumänien durchgesetzt. Im Viertelfinale schafften sie gegen den amtierenden Weltpokalsieger Zalaegerszegi TK aus Ungarn die Sensation, als sie das Ausscheiden noch abwenden konnten und sich durch einen 6:2-Heimsieg dank der höheren Satzgewinne für das Finalturnier qualifizierten.
Das slowakische Aushängeschild SK Zeleziarne Podbrezova setzte sich in der ersten Runde gegen den KSV Wien souverän mit zwei Siegen durch, ehe es im Viertelfinale den Europapokalsieger KK Zapresic aus Kroatien mit weiteren zwei Siegen aus dem Wettbewerb warfen.


Live auf Großbildleinwand

Das Finale der Herren findet am Sonntag um 15.45 Uhr statt, das Spiel um Platz 3 beginnt zuvor um 13.15 Uhr nach der Siegerehrung der Frauen. Für alle Zuschauer, die keine Karten zu dieser Topveranstaltung bekommen haben, lohnt sich der Besuch des Sportparks Eintracht trotzdem, da das komplette Finalturnier auch auf der Großbildleinwand im Domreiter-Stübla übertragen wird.
"Wir sind stolz und dankbar, nach 2016 erneut das Champions-League-Finale in Bamberg auszutragen. Der NBC-Präsident hatte gefragt, ob wir nach der Absage von Straubing dieses übernehmen würden, was wir gerne zugesagt haben. Leider sind in diesem Jahr nur die Victoria-Damen dabei, was uns etwas wehmütig macht. Dennoch wünschen wir allen Teams viel Erfolg und hoffen, dass unsere Damen am Ende von ganz oben grüßen, denn dann sind sie Champions-League-Sieger", meint Markus Habermeyer, Vorsitzender des SKC Victoria Bamberg. maha