In einem spielerisch ansprechenden Nachbarderby hat der FC Coburg am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga Nordost gegen den FC Lichtenfels mit 4:0 (3:0) die Oberhand behalten. Die beiderseitigen Fronten waren bereits klar abgesteckt.

Die Vestekicker müssen als Tabellen-Fünfzehnter in die Abstiegsrelegation, die Korbstädter blicken mit Rang neun und 45 Punkten auf eine erfolgreiche Saison zurück. FC Coburg - FC Lichtenfels 4:0 (3:0)

Die Partie begann mit einem Paukenschlag, der für den weiteren Verlauf prägend sein sollte. Der agile Leonhard Scheler setzte nach nur 77 Sekunden Goalgetter Daniel Sam, der dieses Mal von Beginn an ran durfte, mit einem Steilpass aus der eigenen Hälfte in Szene und dieser vollendete freistehend aus kurzer Distanz zum 1:0.

Die Defensive der Gäste war zu diesem Zeitpunkt noch unaufgeräumt, was ihrem Coach Alexander Grau gar nicht schmeckte. "Wir haben besprochen, mit Gegenpressing zu agieren, waren aber im Kopf zu langsam und haben kollektiv schlecht verteidigt", monierte der künftige Sportliche Leiter des FC Coburg nach der Partie.

Die Attacke seiner Schützlinge ließ nicht lange auf sich warten. Einen ansatzlosen Flachschuss von Lukasz Jankowiak aus 15 Metern parierte Heimkeeper Oleksandr Churilov sicher, ein Schlenzer von Maximilian Pfadenhauer senkte sich knapp über die Querlatte.

Guhling zirkelt Ball in den Winkel

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verzeichnete der FCL etwas mehr Ballbesitz, die Big Points setzten aber die Hausherren. Nach einem Doppelpass mit Ricardo König (15.) visierte Lars Teuchert Aluminium an. Dem 2:0 durch Adrian Guhling (20.), der aus spitzem Winkel das Leder gefühlvoll ins lange Eck zirkelte, ging ein klasse Anspiel erneut von Scheler voraus. Mit gelungenen Kombinationen sorgte der FCC weiter für Druck. Das 3:0 von Youngster König (42.) erfolgte im Anschluss an einen gut getimten Assist von Tevin McCullough.

Nach dem Seitenwechsel waren die Lichtenfelser auf Ergebniskorrektur bedacht, sie vermochten jedoch die gut gestaffelte FCC-Abwehr kaum ernsthaft zu gefährden. Auf der Gegenseite häuften sich durch schnelle Ballstafetten die Chancen. Torwart Hannes Köster gelang es mehrmals, Unheil zu verhindern. Seine starke Leistung krönte König (86.) mit seinem zweiten Tor zum 4:0-Endstand. Nach einem Traumpass von Daniel Alles düpierte er zwei Widersacher und überlupfte den ehemaligen Meederer Köster.

"Wir traten konzentriert auf und präsentierten uns im ersten Durchgang im Abschluss als effektiv. Dieser Erfolg war ein erster Schritt, um positiv in die Relegation zu starten, mehr nicht", lautete das Fazit von Scheler.