Für eine 90-Jährige ist die Jubilarin Veronika Kaltenhäuser aus Herzogenaurach sehr aktiv. Geboren wurde sie am 25. Februar 1929 in Herzogenaurach als älteste Tochter von fünf Kindern. Ihr Vater war Valentin Zink, Schreinermeister und stadtbekannter Brandmaler.

Veronika Kaltenhäuser heiratete ihren Mann Peter im Jahr 1949, er starb aber schon im Jahr 1982. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor. Die Jubilarin hat noch fünf Enkel und fünf Urenkel, der jüngste ist gerade Mal 14 Monate alt.

Als ihr Mann Peter aus dem Krieg als Spätheimkehrer zurückkam, eröffneten sie gemeinsam eine Metzgerei in der Flughafenstraße und betrieben sie 23 Jahre lang. Und nebenher managte sie einen aus neun Personen bestehenden Mehrgenerationenhaushalt. Ab 1977 arbeitete Veronika Kaltenhäuser im Supermarkt "Hanika" in Herzogenaurach als Metzgereifachverkäuferin, bis ihre Tochter schwer erkrankte und starb.

Die 90-jährige Jubilarin versorgt sich heute noch selbst. Mit ihrem Rollator läuft sie bis in die Stadt oder in den Supermarkt, um Besorgungen zu erledigen. Auf Nachfrage, was ihr Geheimnis ist, so fit zu sein, antworte Veronika Kaltenhäuser: "Wer ruht, der rostet." Und meint noch: "Ich habe zwei neue Kniegelenke und eine neue Hüfte. Ich bin generalüberholt, wie beim Auto ..."

" Der Garten ist ihr Lebenselixier", so die Söhne Eberhard und Peter, "und wir müssen sie oft bremsen." "Und Fahrradfahren darf ich auch nicht mehr, meine Kinder erlauben es mir nicht", erzählt Veronika Kalten-häuser und schmunzelt ein wenig. Sie ist Mitglied beim katholischen Frauenbund und im Heimatverein in Herzogenaurach. Unter den Gratulanten waren Familie, Freunde, Nachbarn sowie die Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD), die die Glückwünsche der Stadt Herzogenaurach überbrachte. Gefeiert wurde am Abend im Gasthaus "Frische Quelle". gr