Arthur Stollberger Fabian Menzel erläuterte in der Gemeinderatssitzungen den Forstbetriebsplan 2020. Nachdem Menzel, Revierleiter im gemeindlichen Forst, einen Rückblick auf das Jahr 2019 gegeben hatte, ging er auf die vorgesehenen Arbeiten im laufenden Jahr ein.

Bereits im vergangenen Jahr war die Einschlagmenge wesentlich geprägt durch Trockenschäden und extreme Schädigungen der Fichtenbestände durch Borkenkäferbefall. Die gesamte Einschlagmenge belief sich auf 8126 Festmeter (fm). Die Forsteinrichtung sah dagegen einen Hiebsatz von 4000 Festmetern vor. In den nächsten Jahren müsse versucht werden, die Zahlen "herunterzufahren".

Viel Arbeit gab es bei der Pflanzung neuer Bäume. 2019 wurden 5400 Douglasien, 800 Flatterulmen, 1200 Bergahorn, 350 Nussbäume und 400 Baumhaseln gepflanzt. Bei der Altdurchforstung musste viermal der Harvester eingesetzt werden. Der starke Käferbefall, so Menzel, sei "frustrierend" gewesen. Die Gesamtmasse der Vornutzung sei 2548 fm; bei der Endnutzung betrage sie 5572 fm. Selbst die Buche habe stark unter der Trockenheit gelitten, was sehr ärgerlich sei.

Revierleiter Menzel ging auf die Einschlagplanung für 2020 ein. An Jungdurchforstung seien 40 fm geplant; an Altdurchforstung 200 fm. Das "Käferholz" konnte noch nicht beziffert werden. Die Summe der Vornutzung sei etwa 240 fm; die Endnutzung liege bei 1000 fm.

Die Pflanzung, die für 2020 vorgesehen ist: es sollen etwa 10 000 Pflanzen gesetzt werden. Pflegemaßnahmen sind auf einer Fläche von 18,5 Hektar vorgesehen. Fabian Menzel ergänzte seinen Bericht durch die Maßnahmen der Wegeinstandhaltung. Durch die Verwendung eines eigenen Wegehobels könne man die Profilierung aller Waldwege durchführen. "Das war ein düsteres Bild", sagte Revierleiter Menzel. Für die kommenden zehn bis 20 Jahre werde sich durch den Verlust der Fichtenbestände der Wald verändern.

"Der Käfer wird nicht aufzuhalten sein", meinte Bürgermeister Harald Hofmann. Es gehe um die Erhaltung des Waldes, man könne jetzt nicht über Geld sprechen. Das Einzige, was man tun könne, sei "Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen".

Theodor Hein (Bürgerblock) fragte nach den Ursachen der prekären Waldsituation. Er gab selbst die Antwort: der Klimawandel. Er äußerte starke Zweifel über die Art der Forstwirtschaft. Ein Richtungswechsel solle dringend überdacht werden. Im Hinblick auf die Forsteinrichtung müsse man "Stopp" rufen. Fabian Menzel verwies auf die anstehende Revision der Forsteinrichtung und sagte, man müsse sich an die gesetzlichen Vorhaben halten.

Theodor Hein stellte zwei Anträge, über die abgestimmt wurde. Antrag 1: Bis zur nächsten Zwischenrevision wird nur soviel Holz eingeschlagen, dass der Bedarf der Bürger gedeckt ist. Bürgermeister Hofmann machte darauf aufmerksam, dass man ein Risiko in Höhe von 20 000 Euro eingehe, wenn es Rückforderungen des Staates gebe. Der Antrag wurde mit Heins Ja-Stimme und zwölf Nein-Stimmen klar abgelehnt. Der zweite Antrag, die Rückegassen sollen von 30 auf 40 Meter vergrößert werden, wurde mit drei Ja- bei 15 Nein-Stimmen abgelehnt.