stefan fössel Wenn Männer grundsätzlich als wehleidig dargestellt werden (Stichwort: "Männerschnupfen"), ist das gemein und meist auch falsch. Denn die Realität beweist oft genug das Gegenteil. So auch in unserer Redaktion: Vier Männer schleppten sich trotz Verletzungen ins Büro. Kein Wehklagen war zu hören, lautlos wurden ab und zu die Pflaster gewechselt.

Einer hatte zu dynamisch Brötchen aufgeschnitten, ein sparsamer Zweiter hatte sich vergeblich bemüht, eine stählerne Topfspirale in zwei Teile zu reißen. Ein Dritter bemerkte einen Bienenstich erst, als das Bein schon stark angeschwollen war. Und der Vierte hatte sich das Bein nach einem Bierkellerbesuch zerschnitten: Er wollte seinen Drahtesel aus einem großen Fahrradknäuel befreien. Trotz aller widrigen Umstände wurde auch an diesem Tag im Redaktionslazarett zügig und konzentriert gearbeitet. Männerschnupfen? Da können wir nur lachen.