Zwölf Mitglieder der örtlichen Feuerwehr sind am Freitagabend bei einem Feuer in einem Fachwerkhaus in der Rosengasse verletzt worden. Wie Kreisbrandinspektor Reinhard Hartung nach dem Einsatz bestätigte, haben die Einsatzkräfte bei ersten spontanen Löschversuchen direkt nach der Alarmierung verletzt. Die Männer hatten offensichtlich noch versucht, den Brand mit einem Pulverlöscher in Griff zu bekommen. Dabei zogen sie sich teilweise leichte Rauchvergiftungen, teilweise aber auch Verletzungen durch den Kontakt mit dem Löschpulver zu.
Obwohl die Autenhausener sowie zahlreiche weitere Feuerwehren sehr schnell vor Ort waren, ist der Sachschaden beträchtlich. "Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar", erläuterte Hartung gegenüber dem Tageblatt. Der Bewohner des Gebäudes bemerkte gegen 20.30 Uhr das Feuer in seiner Wohnung und konnte sich noch rechtzeitig ins Freie retten, Nachbarn alarmierten daraufhin sofort die Feuerwehr.
Als Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz in das Gebäude eindrangen und dort den Brand von innen bekämpften, war die Lage schnell unter Kontrolle. "Bei solchen Bränden ist ein Angriff von innen immer effektiver als von außen", lobte Hartung die in diesem Punkt vorbildliche Arbeit der Feuerwehraktiven.
Vor Ort waren auch die Brandfahnder der Kriminalpolizei Coburg. Über die Ursache für das Feuer, das offensichtlich im Innern des Gebäudes ausbrach, lagen bis Sonntagabend keine gesicherten Erkenntnisse vor. Bei der Schadenshöhe ging die Polizei von mindestens 100 000 Euro aus.
Zum Einsatz kam ein Großaufgebot an Helfern - Feuerwehren, Rettungsdienste und die Polizei kamen zusammen auf rund 150 Personen. Der Einsatz dauerte bis gegen Mitternacht, danach sicherte die Autenhausener Feuerwehr noch die Brandstelle bis die Morgenstunden ab.
Zum Einsatz kam auch die Drehleiter der Feuerwehr aus dem thüringischen Heldburg. Mit dieser konnte, nachdem die Stromleitungen über dem Haus abgeschaltet waren, das Dach des Gebäudes mit Löschwasser gekühlt werden. red/bk