Der Landkreis Haßberge ist an mehreren Unternehmen beteiligt, die einen öffentlichen Zweck erfüllen. Über diese Beteiligungen berichtete Kreiskämmerer Markus Fröhlich am gestrigen Montag vor dem Kreisausschuss des Landkreises Haßberge sowie kurz darauf bei der Sitzung des Kreistages.
Eine dieser Gesellschaften ist der Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt, an dem der Landkreis Haßberge sowie die Städte Haßfurt und Schweinfurt zu je 30 Prozent beteiligt sind. Die verbleibenden zehn Prozent teilen sich auf den Motorclub Haßfurt (ein Prozent) sowie eigene Anteile der GmbH (neun Prozent) auf. In dem Bericht heißt es, dass die geschäftliche Entwicklung 2016 "noch bedingt zufriedenstellend" ist.
Laut Fröhlich hat sich nach Gewinn- und Verlustrechnung ein Jahresfehlbetrag von rund 36 000 Euro ergeben, der jedoch noch höher ausgefallen wäre, wenn die Betriebskostenzuschüsse der kommunalen Gesellschafter in Höhe von insgesamt 75 000 Euro nicht zur Verfügung stünden. In dem Bericht heißt es: "Das in der Finanzplanung 2016 ausgewiesene Ergebnis mit einem Verlust von 8450 Euro konnte nicht erreicht werden."
Im Bericht zur "Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte" (GUT) ist ein Jahresfehlbetrag von rund 367 000 Euro ausgewiesen. Die GUT ist ein Unternehmen, das Projekte entwickelt, die der "Förderung der Umstellung der Energieversorgung im Landkreis Haßberge auf erneuerbare Energien" dienen. Der Landkreis Haßberge ist mit 48,40 Prozent an der GUT beteiligt. Die GUT hat bereits das Projekt "Windpark Sailershäuser Wald" erfolgreich entwickelt und verkauft. Vorgesehen war die Projektierung weiterer Windparkprojekte, die jedoch wegen negativer Gutachten in Bezug auf Landschafts- und Artenschutz und der sogenannten 10h-Regelung (Mindestabstand zu Siedlungen) nicht umgesetzt werden konnten. Der Verlust ergibt sich laut Bericht aus den hohen Aufwendungen für Gutachten, Personal und Abschreibungen auf Projektkosten aus Vorjahren. al