Der Obst- und Gartenbauverein Mistelfeld hielt seine Hauptversammlung mit Ehrungsabend ab. Vorsitzender Ulli Zech zeigte zu Beginn seiner Ausführungen die Entwicklung der Mitgliederzahl auf. Es starben fünf Mitglieder und einem Austritt standen fünf Neuaufnahmen gegenüber. Somit habe der Verein 169 Mitglieder, erklärte Zech. Davon waren 37 zur Hauptversammlung erschienen.

Der Osterbrunnen wurde auch im letzten Jahr gebunden. "Für die Zukunft werden wir diesen vor dem Heimatfest wieder abbauen", kündigte Zech an. Grundsätzlich wolle man den Osterbrunnen eine Woche vor dem Palmsonntag aufbauen und maximal bis Mitte April beziehungsweise je nach Lage des Osterfestes zwei Wochen nach Ostern wieder abbauen. Das trockene Wetter habe man beim Abbau letztes Jahr erkennen können, denn die Nadeln seien fast alle heruntergefallen gewesen.

Im Frühjahr könne der vereinseigene Vertikutierer bei ihm ausgeliehen werden, teilte Ulli Zech mit.

2019 kein Kartoffeljahr

Leider seien im letzten Jahr bei der Wahl des "Kartoffelkönigs" nur 15 Nachwuchsgärtner mit einer Frucht zur Ehrung gekommen. Ausgegeben worden waren 55 Kartoffeln. Aus der Versammlung kam der Zwischenruf: "Es war kein Kartoffeljahr!" Dem stimmte Zech zu. Deshalb würden beim Flakkerfest heuer Rote-Rüben-Pflanzen ausgegeben.

"Wir haben zwar keine Jugendgruppe im Obst- und Gartenbauverein Mistelfeld, aber diese Aktion sowie der Waldspaziergang begeistern die Schüler und Jugendlichen, stellte der Vorsitzende fest. Mit Förster Dirk Siepe war im Herbst eine Wanderung durch den Wald bei Mistelfeld gemacht worden. Dieser erklärte den Kindern den Kupferstecher und den Borkenkäfer, aber auch Trockenschäden zeigte er den Teilnehmern. Dass dies angenommen wurde, zeigte Ulli Zech mit einigen Bildern vom Waldspaziergang.

Die Maiandacht im Wald war wieder abgehalten und von einer Abordnung der Leuchsentaler Blasmusik umrahmt worden. Die Vorträge mit den Themen "Kräuter im Garten" und "Traditionelle Chinesische Medizin" waren sehr gut besucht.

100 Kräuterbüschel wurden zu Mariä Himmelfahrt gebunden und für eine Spende an die Kirchenbesucher abgegeben. Hier war der Spruch "Viele Hände, schnelles Ende" zutreffend, denn 15 Personen hatten innerhalb kürzester Zeit die Kräuter zusammengebunden.

Auch auf den Vereinsausflug nach Amberg und zum Wurzelmuseum Tremersdorf blickte der Vorsitzende zurück. Zech führte auch die Blumenkästen, Bänke, Ortstafeln und die Beschilderung der Wanderwege in seinem Bericht auf.

Dass hier viele fleißige Helfer täglich die Pflege übernehmen, nahm Bürgermeister Andreas Hügerich in seinem Grußwort auf. "Ich sehe es fast vor meinem Haus, wie bunt es am Ortseingang von Mistelfeld blüht. Auch die Brückengeländer erstrahlen mit vielen Blüten und Blumen." Hügerich dankte allen, die sich für den Verein und vor allem für die Verschönerung der Ortschaft einsetzen.

Die Ehrungen

Bronze erhielt für zehn Jahre im Vorstand Rüdiger Lind. Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Sybille Geldner, Bernhard Geiger, Inge Haas, Johann Kainer, Erika Krauß, Karin Krauß, Bianka Köhler, Daniel Köhler, Petra Köhler, Rosemarie Leicht, Anneliese Losert, Gabi Müller, Hiltrud Senger, Angelika Ultsch, Christian Ultsch, Jürgen Ultsch, Sabrina Ultsch, Rainer Walther und Andrea Werner.

Für mindestens 15 Jahre im Vorstand wurden Hartmut Pfadenhauer, Norbert Werner und Ulli Zech mit der Ehrennadel in Silber bedacht.

Gold bekommt, wer mindestens 40 Jahre im Verein beziehungsweise 25 Jahre im Vorstand tätig gewesen ist. Dies waren Konrad Ahles, Martin Bechmann, Gretel Fischer, Jakob Funk, Otto Haas, Peter Hügerich, Ingrid Kaiser, Horst Leditschke, Reinhold Lypold, Anni Müller, Erwin Ramming, Jürgen Schmitt und Margit Köhler. Rudolf Morgenroth, schon seit 35 Jahren im Vorstand und seit 1991 stellvertretender Vorsitzender, sowie Michael Holhut, Alfred Schneider, Kurt Baldauf und Karl Kröner für über 50 Jahre Mitgliedschaft wurden mit Urkunde und der Ehrennadel in Gold mit Ehrenkranz geehrt.

Für jeden Besucher der Versammlung hatte der Vorsitzende noch eine Primel parat. jp