Christiane Reuther "Hommage à Claude Monet" nennt sich die neue - mittlerweile fünfte - Skulptur im Schlosspark in Oberschwappach. Am Sonntagabend wurde das von Bäumen umrankte Kunstwerk, das aus dem Atelier der Würzburger Bildhauerin Angelika Summa stammt, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Knetzgauer Bürgermeister Stefan Paulus dankte nicht nur der Künstlerin, sondern auch dem Eschenauer Galeristen Egon Stumpf und seiner Frau Eleonore, die vor zehn Jahren die Idee aufgegriffen hatten, den Schlosspark in einen Skulpturenpark zu verwandeln. Das Kunstwerk, das laut Paulus die moderne Zeit und die barocke Geschichte des Schlosses verbindet, füge sich gut ein in den Park, der langfristig neugestaltet werden soll, um die zisterziensische Vergangenheit des Schlosses in Erinnerung zu bringen.

"Die Machart ist durchscheinend und löchrig", beschrieb die Künstlerin Angelika Summa ihr Kunstobjekt. Dies sei Absicht, um sich so dem Impressionismus zu nähern. Den französischen Künstler Monet bezeichnete Angelika Summa als den "Vater" dieser Stilrichtung in der Kunstgeschichte.

Die Bildhauerin gestaltete in einem Zeitraum von drei Monaten eine stilisierte, plastisch dargestellte Mohnblüte aus pulverbeschichtetem Metall und Draht in den Farben rot und schwarz. Ihr Werk ist in Anlehnung an Monets Gemälde "Sonntagsspaziergang in Argenteuil" entstanden; sie setzte es in ihrer eigenen künstlerischen Sprache um.

Den quadratischen Betonsockel, auf dem das Kunstwerk steht, hat der Bauhof der Gemeinde Knetzgau aufgestellt.

Egon Stumpf ist es immer wieder ein besonderes Anliegen, bestimmte Deutungen von berühmten Künstlern in den Schlosspark zu bringen, wie bei der Vorstellung des Werkes weiter betont wurde. Um die Skulpturen bei einem Picknick im Park auf sich wirken zu lassen, können bei der Museumsaufsicht des Kulturvereins Museum Schloss Oberschwappach während der Öffnungszeiten Decken ausgeliehen werden.