Die Freien Wähler Neustadt haben eine neuen Zweiten Vorsitzenden gewählt. Pia Faber, die das Amt bisher innehatte, war aus beruflichen Gründen zurückgetreten. Als ihr Nachfolger wurde Florian Bauer einstimmig bei der Mitgliederversammlung gewählt. Er hoffe, dass er mit der Übernahme dieser Position der Wählergemeinschaft weitere neue Impulse geben könne, betonte Bauer in seiner Dankesrede. Er sei ein Kind Neustadts und habe auch nach seinem Studium seinen Lebensmittelpunkt in seine Heimat zurückverlegt.
Beim Thema "Verkehrslandeplatz" wurden die unterschiedlichen Positionen auch bei den anwesenden Stadträten deutlich. Zur Erinnerung: Die Mitglieder der Fraktion der Freien Wähler im Stadtrat der Stadt Neustadt hatten unterschiedlich abgestimmt. Während der Fraktionsvorsitzende Michael Weyh eine klare Position gegen den Neubau bezog, vertrat auf der Gegenseite Marc Holland die Ansicht, dass ein Neubau für die Wirtschaft wichtig sei.
Auf das unterschiedliche Abstimmungsverhalten angesprochen, betonten beide, dass dies eben die Freien Wähler ausmache, so dass jeder nach seinem Gewissen und seiner Überzeugung abstimmen dürfe, da es keinen Fraktionszwang gebe.
Die drei anwesenden Stadträte waren sich einig, dass die umfangreichen Fördermittel für die energetische Sanierung und die Installation einer Mediathek im Erdgeschoss des Rathauses einen "warmen Regen" für die Stadt bedeute - dass allerdings die Sanierung bis Ende 2019 bei laufendem Geschäftsbetrieb erfolgen müsse, um keine Fördermittel zu verlieren. Dies sei eine große Herausforderung, auch für die Bediensteten des Rathauses. Nachdem die Fördermittel aber auch nur einen Bruchteil der Maßnahmen abdeckten, komme auf die Stadt ein nicht unerheblicher Anteil an den Gesamtkosten zu. Hier müsse man auch weiterhin die Gesamtverschuldung der Stadt im Auge behalten. Bei aller daraus entstehenden Geschäftigkeit wiesen alle drei Stadtratsmitglieder jedoch daraufhin, dass die übrigen Projekte wie Marktplatzsanierung und Bebauung des Arnoldplatzes nicht vernachlässigt werden dürften.
Bei der Versammlung wurden laut Mitteilung noch weitere aktuelle Themen diskutiert. Bei den Stromtrassen durchs Coburger Land sei Neustadt nicht direkt betroffen, doch könnten sich die betroffenen Landkreisgemeinden auf die Solidarität der Neustadter Freien Wähler verlassen, versicherten die Mitglieder. red