Milan Maric tanzte mit seinen Spielern nach dem hart erkämpften Tiebreak-Sieg gegen die TG Rüsselsheim II (30:32, 25:15, 21:25, 25:17, 15:9) erleichtert den Siegestanz. Es gab zwar nur zwei Punkte zur Belohnung für den VC Eltmann in der 2. Volleyball-Liga Süd, diese waren hart erkämpft, doch die Oshino Volleys hätten auch leer ausgehen können.
"Rüsselsheim ist einer der unangenehmsten Gegner in der Liga. Das war in der Vorsaison so, und der Rüsselsheimer Sieg gegen Schwaig war für uns eine echte Warnung. Es war alles drin, drei Punkte, Tiebreak und auch eine klare Niederlage", sagte Maric. Schon der erste Satz war ein Mammutprojekt. Anfangs im Rückstand, gelang es den Eltmannern durch großen Kampf, aus einem 3:5 ein 11:6 zu machen und später ein 17:14. Doch glich der Rüsselsheimer Top-Scorer Phillip Schumann zum 19:19 aus, und es blieb eng. Rüsselsheim führte dann 24:22, doch der VCE wehrte diese Satzbälle ab und war beim 29:28 und beim 30:29 selbst im Vorteil, ehe sich mit 32:30 doch Rüsselsheim den Durchgang holte.
Im zweiten Satz zogen die Eltmanner durch einen Schippmann-Angriff auf 6:2 davon. Als dann ein Krüger-Lupfer das 13:6 und nach einem erstligareifen Ballwechsel mit viel Beifall der mittlerweile 300 Zuschauer in der Halle gar das 14:6 gelang, war Eltmann auf der Siegerstraße. Über 20:11 nach Schippmanns Angriff und 23:14 nach Petas "Hammer" glichen die Gastgeber mit 25:15 aus.
Satz Nummer 3 brachte anfangs wieder für Entsetzen beim Eltmanner Publikum, denn ein 1:5-Rückstand war ernüchternd. Aber die Oshino Volleys kamen wieder heran, gingen durch Kapitän Richter mit 7:6 selbst in Führung. Und als später Nowak über die Mitte den Punkt zum 17:15 markierte, war die Aussicht auf den Satzgewinn real. Doch dann wieder Nervenflattern beim VC, denn aus einem 20:20 wurde ein 20:24-Rückstand, und mit 25:21 setzte sich Rüsselsheim erneut durch.
Im vierten Durchgang führte der Gast mit 4:2, doch dann drehten die Oshino Volleys auf und gingen mit 8:4 in die technische Auszeit. Eine starke Phase hatte im Angriff Timon Schippmann mit zwei wichtigen Punkten, vorher allerdings Artistik pur von Libero Max Kolbe trotz seiner noch nicht ganz überwundenen Verletzung. Bei einem weiteren langen Top-Ballwechsel zeigte er eine reflexartige Abwehraktion, die, als sich der Ball mitten in das gegnerische Feld zum 15:9 senkte, einen wahren Beifallssturm auslöste. Als dann Kapitän Richter das 23:16 markierte, waren auch die letzten Zweifler überzeugt, dass der Tiebreak ansteht. Hansi Nürnberger und weitere Wechselspieler hatten Kurzeinsätze teilweise auch in kritischen Situationen kurz vor Satzende. Mit 25:17 glich Eltmann zum 2:2 nach Sätzen aus.
Im Tiebreak merkte man die Nervosität beim 3:3-Gleichstand, doch Peta, Schippmann und Abwehrkunststücke von Kolbe, der zum wertvollsten Eltmanner Spieler gewählt wurde, beseitigten wieder die Siegzweifel. Schumann zeigte Nerven, hämmerte bei 6:4 einen Aufschlag ins Netz, und Schippmann durfte im Gegenzug ein herrliches Ass zum 8:4 bejubeln. Nowak, Peta und Krüger machten dann ihre Punkte, Kolbe rettete mehrmals spektakulär, und Kapitän Richter machte mit dem verwandelten Matchball zum 15:9 seiner Frau zum Geburtstag den Sieg.
Zwar steht der VC Eltmann nach drei Spielen mit der Niederlage in Mainz, das sich diesmal durch den 3:1-Sieg in Delitzsch an die Tabellenspitze setzte, und dem Tiebreak-Punkt der Rüsselsheimer derzeit lediglich auf Rang 5, doch alle Fans erkannten, der erste Heimsieg war eine Mannschaftsleitung und macht Mut für die nächsten Top-Spiele in Schwaig und daheim gegen Fellbach sowie Delitzsch.
VC Eltmann: Richter, Nowak, Kessel, Peta, Kolbe, Schmitt, Krüger, Nürnberger, Kellermann, Werner, Knauer, Schippmann, Bibrack