Urnenbestattungen sind ab dem 1. Oktober dieses Jahres auch auf den Friedhöfen in Ziegelanger, Krum, Bischofsheim und Sechsthal zulässig. Das hat der Zeiler Stadtrat bei seiner Sitzung am Montagabend beschlossen. Laut Thomas Fensel, dem Leiter der Hauptverwaltung, sind somit Urnengräber "jetzt in allen Ortsteilen" der Stadt Zeil möglich.
Dazu war eine Änderung der "Satzung über die Bestattungseinrichtungen" nötig. Künftig sollen in den Friedhöfen der Stadtteile Urnengräber mit Einfriedung ausgewiesen werden, das Maß soll 50 mal 100 Zentimeter betragen. Ebenso wird die Bestattung "auf der grünen Wiese" ermöglicht. Ziel der Stadt: Es sollen pflegeleichte Plätze entstehen. Damit will die Kommune der Nachfrage nach neuen Bestattungsmöglichkeiten gerecht werden. Gewählt werden kann in den Stadtteilen laut der Satzung zwischen klassischen Urnengrabstätten, kleinen Urnengrabstätten ohne oder mit Einfassung, Urnennischen, einem anonymen Urnensammelgrab, naturnahen Urnengräbern mit kleiner Steinabdeckung sowie pflegefreien Flächen für eine naturnahe Bestattung.


Aufbewahrung der Leichen

Außerdem beschloss der Zeiler Stadtrat, die zeitliche Begrenzung zur Aufbewahrung einer Leiche im privaten Wohnhaus aus der Satzung herauszunehmen. Stattdessen heißt es unter Paragraf 31 nun, dass "jede Leiche der im Stadtgebiet Verstorbenen" nach der ersten Leichenschau in ein städtisches oder privat betriebenes Leichenhaus gebracht werden muss. Leichen, die von einem Ort außerhalb des Gemeindegebietes überführt werden, müssen "unverzüglich nach Ankunft in ein Leichenhaus" gebracht werden, "falls nicht die Bestattung unmittelbar bevorsteht". al